Marketing

Online Marketing für Startups: Werben mit Google AdWords

 

Online Marketing für Startups

Online Marketing für Startups: Google AdWords

Von Benjamin Spinola

Viele Startups sehen sich mit den gleichen Problemen konfrontiert: Wie kann ich mit wenig Budget als notorisch insolventes Startup mit wenig Mitarbeitern rentable Internetwerbung schalten?

Google Adwords ist eine gute Möglichkeit, Online Marketing für Startups zu betreiben.

Diese 5 Praxis-Tipps, die wir aus dem täglichen Umgang mit AdWords gelernt haben, sollen Euch dabei helfen, mit Google AdWords erfolgreich im Internet werben.

1) Legt Keyword-Listen an

Foto: Alejandro Escamilla via Unsplash

Zunächst gilt es zu recherchieren! Daher solltet Ihr genügend Zeit dafür einplanen Keywordlisten anzufertigen, um Euch einen Überblick zu verschaffen und den Markt kennenzulernen. Macht folgende Liste:

  • Was wird im Zusammenhang mit dem eigenen Produkt oder Service gesucht?
  • Wie hoch sind Suchvolumina?
  • Was kostet ein Klick?
  • Wie groß ist der Wettbewerb?
  • Bedenkt, dass Conversion-Rates bei ca. 1%-2% liegen

Dabei wird Euch auffallen, dass gerade die augenscheinlichsten Begriffe sehr teuer und mit hohem Wettbewerb verbunden sind.

Jetzt ist Kreativität gefordert!

Versetzt Euch in die potentiellen Kunden hinein und überlegt, wonach diese suchen könnten. Was können abweichende Suchbegriffe sein? Hinter welcher Suchphrase versteckt sich eine große Kaufabsicht des Nutzers?

Schließlich lässt sich mit Keywords wie „kostenlos“, „Vergleich“ oder „selber machen“ kaum Geld verdienen.

Idealerweise findet man eine Nische aus günstigen Keywords und Kaufabsicht.

2) Fokussiert Euch auf die Zielgruppe

Foto: Yangfan Gan via Unsplash

Jetzt geht es daran, Eure Zielgruppe zu analysieren und auf diese bezogen zu werben!

Durch eine thematisch enge Verknüpfung der gewählten Keywords, der Anzeigen und der Landing Page lassen sich Eure potenziellen Kunden direkt ansprechen („compelling“).

So erhöht Ihr die Chance aus dem Lead einen Käufer zu machen!

Tipp: Verwendet die gewählten Keywords sowohl im Anzeigentext als auch auf der Landing Page!

Die logische Konsequenz ist, dass Ihr einige Kampagnen erstellt, die die unterschiedlichen Produkte oder Services auf Eurer Webseite repräsentieren.

In dieser Kampagne legt Ihr beliebig viele Anzeigengruppen an.

In jeder Anzeigengruppe solltet Ihr 1-3 Keywords pflegen, und zwar vom Typ „exakt passend“, „Wortgruppe“ oder „modifizierter broad-match“, aber keinen einfachen „broad-match“.

Durch ausschließende Keywords könnt Ihr darüberhinaus dafür sorgen, dass Eure Anzeigen bei bestimmten Suchbegriffen gar nicht angezeigt werden.

Damit gelingt es, nicht an einem Kauf Interessierten aus dem Weg zu gehen.

Das A und O ist hier Ehrlichkeit.

Wenn Interessenten durch falsche Informationen auf Eure Webseite gelockt werden, hat das nur einen Effekt: Es kostet Geld!

Der Leser fühlt sich durch die falschen Informationen „an der Nase herumgeführt“ und verlässt die Seite.

3) Verzichtet auf allgemeines Branding

Foto: Tom Sodoge via Unsplah

Damit Ihr möglichst viel Umsatz aus Eurem Traffic generiert, ist sehr ratsam auf allgemeines Branding zu verzichten! Es sei denn Ihr seid von Rocket-Internet finanziert.

Gerade als Startup ist man daran interessiert, durch Marketing an Aufträge zu kommen und Kundenbeziehung zu generieren.

Durch Branding entsteht ein großer Streuverlust, da der Fokus auf Popularität liegt und dazu gedacht ist, die Marken-Bekanntheit zu steigern.

Heißt konkret: Kampagnen, die auf Impressionen zur Bekanntmachung eines Produktes dienen, sollten daher erst für zukünftige Produkte in den Blick gefasst werden.

4) Bleibt hartnäckig mit Remarketing

Foto: Unsplash.com

Hartnäckig bleiben! User, die Eure Webseite besucht haben, aber keine Kaufentscheidung getroffen haben, können beim weiteren Surfen im Web auch auf anderen Seiten mit Eurer Werbung konfrontiert werden.

Durch den Besuch auf Eurer Website kann eine gewisse Kaufbereitschaft nachgewiesen werden.

Legt daher in Google Analytics Zielgruppen an, je nachdem, wo der Nutzer auf der Webseite unterwegs war. Diese Ergebnisse spielt Ihr an AdWords zurück.

So verfolgt Ihr potenzielle Nutzer überall im Netz, wodurch die Wahrscheinlichkeit für einen Kauf oder eine erfolgreiche Kundenakquise deutlich steigt.

5) Legt ein festes Budget fest

(Foto: Jeremy Paige via Unsplash)

Die Wirtschaftlichkeit Eurer Kampagne darf nie aus den Augen geraten!

Also plant vorher ein festes Budget und einen Ablaufplan für die Adwords Werbung.

Nehmt Euch Zeit, diesen Kanal ca. 2 Monate lang zu testen. Durch frühzeitigen Abbruch erkennt man wirtschaftliche Nischenmärkte nicht.

Außerdem können verschiedene Anzeigentexte mit unterschiedlichen Keywords gegeneinander getestet werden lassen, um die Kampagne weiter zu optimieren.

Bietet lieber auf viele günstigere Keywords als auf wenig teure.

Fazit

Viele meinen, dass sich AdWords für Ihre Zwecke nicht rentiert, obwohl es durchaus rentable Nischenmärkte gibt.

Haltet Ihr diese 5 Tipps ein, werdet Ihr mit hoher Sicherheit nach 2 Monaten sagen können, ob Ihr mit AdWords rentabel arbeitet und es für Euch die passende Form des Online Marketings ist.


Benjamin_SpinolaBenjamin Spinola ist Diplom Ingenieur und seit 2015 Geschäftsführer der TEAM2 Digital GmbH. Benjamin berät Kunden zu den Themen Suchmaschinenwerbung und Onlineshops. In seiner Freizeit spielt er gerne Fußball und Super Nintendo.

TEAM2Digital wurde im Jahr 2014 als Agentur für Onlinemarketing gegründet und ist ein Tochterunternehmen der TEAM2 Werbeagentur mit mehr als 27 Jahren Erfahrung. Die TEAM2 Werbegruppe mit cirka 40 Mitarbeitern erarbeitet insbesondere für den Einzelhandel und die Möbelbranche innovative Werbekonzepte.


Dieser Beitrag erschien zuerst im September 2015 und wurde im Juni 2017 aktualisiert.

 

3 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Kein Startup-Event im Ruhrgebiet mehr verpassen!

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklärst du dich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr erfahren

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close