RuhrSummit Social Entrepreneurship

Gründerinnen von Tandemploy und Ruby Cup beim ImpactSummit

ImpactSummit: Gründerinnen von Tandemploy und Ruby Cup zu Gast

Von Janine Schröder (Hilfswerft) und Svenja Reuss (Social Impact Lab Duisburg)

Vielfalt auf dem Arbeitsmarkt ist wichtig und birgt enorme Erfolgspotentiale. Eine inklusive Gesellschaft durch Teilhabe am Arbeitsmarkt von Menschen mit Behinderung? „Ja klar, da gibt es doch diese Behindertenwerkstätten, die immer so niedliche Holztiere herstellen“. Das mag vielen Menschen als erstes in den Sinn kommen, wenn sie an Jobs für Menschen mit Beeinträchtigung denken.

Aber ein tatsächliches (Sozial)Unternehmen, das sie in Arbeitsverhältnisse vermittelt oder direkt anstellt und damit auch noch wirtschaftlichen Erfolg hat? Dafür können nur die wenigsten ein Beispiel nennen.

Wer diese Wissenslücke schließen und gleichzeitig einige spannende Gründerpersönlichkeiten mit innovativen Ideen im Bereich des transforming business kennen lernen möchte, ist auf dem diesjährigen ImpactSummit gut aufgehoben.

Dirk Müller-Remus, der Gründer von diversicon und Dr. Frank Hoffmann, Gründer von Discovering Hands erläutern, wie sie sich für die Arbeitsvermittlung von beeinträchtigten Menschen einsetzen.

Das Zusammenspiel von gesellschaftlicher Integration und Kompatibilität von Berufswelt und privatem Umfeld zeigen aber auch noch einige andere Sozialunternehmen in diesem Panel.

Potenziale inklusiver und sozialer Mensch-Technik-Interaktion

Wie kommunizieren eigentlich Menschen, die weder hören noch sehen können? Kann Design dabei helfen, ihren Alltag einfacher zu gestalten? Tom Bieling entwickelt mit seinem Team unter anderem die „Lorm Hand“, die die Kommunikation von und mit taubblinden Menschen erleichtert. Auf dem ImpactSummit durchleuchtet er die Potenziale von inklusiver und sozialer Mensch-Technik-Interaktion.

Tandemploy-Gründerin Jana Tepe beim ImpactSummit

Und wie arbeiten eigentlich Menschen, deren Arbeit zum Leben passen soll und nicht umgekehrt? Damit beschäftigt sich das mittlerweile vielfach ausgezeichnete Startup Tandemploy aus Berlin, deren Gründerin Jana Tepe ebenfalls am Summit teilnehmen und ihre persönliche Geschichte und Vision hinter der Gründung erzählen wird.

Tandemploy entwickelt Software, die Organisationen dabei unterstützt, endlich flexibler zu werden – und nicht mehr nur über die „Zukunft der Arbeit“ zu reden: flexibler in ihren Strukturen und in ihren Arbeitsweisen – aber vor allem in ihrem Denken. In ihrem eigenen Unternehmen leben Jana und ihr Team vor, wie lebensfreundliches und flexibles Arbeiten gehen kann: Sie alle arbeiten in höchstem Maße flexibel, jedes Teammitglied bestimmt seine wöchentliche Wunscharbeitszeit.

Denn wer hat eigentlich entschieden, dass jeder (!) Job am besten in eine 40-Stunden-Woche passt?

Ruby Cup: Wie funktioniert Frauenhygiene eigentlich in Afrika?

Wie funktioniert Frauenhygiene eigentlich in Afrika oder anderen Entwicklungs- und Schwellenländern? Nach wie vor sind die Mädchen und Frauen dort aufgrund ihrer Monatshygiene benachteiligt. Das sollte so nicht sein. Maxie Matthiessen ist Gründerin von zwei Firmen. Ihre erste Firma Ruby Cup produziert eine gesunde, sichere und umweltfreundliche Lösung für die Frauenhygiene und verkauft die in die ganze Welt.

Für jedes verkaufte Produkt wird eines an ein Mädchen in Ostafrika gespendet. Würden Frauen bald auf der ganzen Welt Menstruationstassen benutzen, würden sie damit eine Menge Geld und Müll sparen. Denn etwa 12.000 Tampons benutzt eine Frau in ihrem Leben, sagt Maxie Matthiessen. Ihre zweite Firma, Femna, produziert und vertreibt natürliche Medizin für Frauen. Seit den 60er Jahren ist es üblich, Krankheiten mit Hormonen zu behandeln und bei verschiedensten Symptomen einfach die Pille zu verschreiben. Auch das möchte die Gründerin nun ändern.

Dr. Eckart von Hirschhausen: Gesundheitswissen zu den Menschen bringen

Dr. Eckart von Hirschhausen wird die Runde bereichern und hinterfragen, wie man Gesundheitswissen zu den Menschen bringen kann, die davon erstmal nichts wissen wollen. An kranken Menschen verdient man, an gesunden nicht. Welchen enormen Wert hätte eine gesunde, lebendige Gesellschaft, die durch Unternehmen nicht ausbeutet, sondern gestärkt wird?

Es werden also mutige Gründer*innenpersönlichkeiten neue Wege gehen und beweisen, dass innovative Ansätze der Schlüssel zur Lösung gesellschaftlicher Probleme sein kann.

Positive Beispiele lassen sich aber auch schon bei aufstrebenden Startups des Duisburger Social Impact Labs finden: Das Café ohne Worte will Deutschlands führende inklusive Eventagentur werden und beschäftigt als Kellner*innen nur gehörlose oder stark hörbehinderte Menschen. Wer sich bei der Bestellung mal mit der Gebärdensprache auseinandersetzen und danach seinen Kaffee (in Ruhe) genießen möchte ist bei ihren Veranstaltungen richtig aufgehoben.

Ihr seht, es gibt so einiges worüber wir reden müssen und was ihr wissen solltet 🙂

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