RuhrSummit Social Entrepreneurship

Diese Greentech-Gründer diskutieren beim ImpactSummit

Africa GreenTec beim ImpactSummit

GreenTech ist Diskussionsthema beim ImpactSummit 2017 (Foto: Africa GreenTec)

ImpactSummit: Mit Greentech marktfähige soziale Innovationen schaffen

Von Svenja von Reuß – Social Impact Lab Duisburg

Klimawandel, Ressourcenknappheit und das wohlbekannte Bild des traurigen Eisbären auf einer einsamen Eisscholle: Die bisherigen Produktions- und Konsummuster haben unserer Gesellschaft und unserem Planeten alles andere als gut getan.

Wenn es so weiter geht zeichnet sich ein düsteres Bild für kommende Generationen.

Jetzt aber statt konsumieren nur noch verzichten wird den Ansprüchen unserer wachsenden Weltbevölkerung auch nicht gerecht. Wie können wir uns also wirtschaftlich und technologisch weiterentwickeln, ohne langfristig die Lebensgrundlagen der Menschheit zu zerstören?

Lassen sich überhaupt noch neue und innovative Lösungen für die Probleme unserer Zeit finden?

Unternehmen und Startups aus dem Greentech Bereich haben darauf eine Antwort.

Sie wollen ökologische Risiken durch eine umweltverträgliche Art des Wirtschaftens begrenzen.

Und sie bilden dabei keine marginale Randgruppe: Das globale Greentech Marktvolumen belief sich 2013 auf 2.536 Milliarden Euro und wird im Jahr 2025 voraussichtlich bei 5.385 Milliarden Euro liegen.

Beim diesjährigen ImpactSummit kommen einige der erfolgreichsten deutschen Social Entrepreneurs aus diesem Bereich zusammen, um gemeinsam und mit dem Publikum die Chancen und Herausforderungen dieses Bereichs zu diskutieren.

Dabei treffen Unternehmer*innen aufeinander, deren Hintergründe unterschiedlicher nicht sein könnten und die doch alle dieselbe Vision verbindet.

deepmello-Gründerin Dr. Anne-Christin Bansleben beim ImpactSummit

Nachhaltige Mode von Deepmello (Foto: Deepmello)

Dr. Anne-Christin Bansleben hat gemeinsam mit ihrem Team das Label „deepmello“ gegründet und damit Maßstäbe für nachhaltige Mode gesetzt.

Durch die in der Rhabarberwurzel enthaltenen Gerbstoffen können sie in einem umweltschonenden Verfahren und dem vollständigen Verzicht auf umweltbedenkliche Chromsalze einzigartiges Naturleder herstellen, das zu 100% in Deutschland produziert wird.

Gestartet im Jahr 2010 haben sie neben dem Ledervertrieb ihres „rhabarberleders“ und der Mode inzwischen ihr Sortiment auch um Naturkosmetik erweitert und sind mit ihren Designprodukten fester Bestandteil der Berliner Fashionweek.

ImpactSummit-Speaker Torsten Schreiber von bettervest und Africa GreenTec

ImpactSummit Speaker Torsten Schreiber

Africa GreenTec-Gründer Torsten Schreiber (Foto: Africa GreenTec)

Torsten Schreiber, Mitgründer von bettervest und social-startups.de hat mit Africa GreenTec ein Sozialunternehmen gegründet, das Afrikas erstes ökoeffektives, nachhaltiges und soziales Schwarmkraftwerk baut und betreibt.

Mehr als 600 Millionen Menschen auf dem afrikanischen Kontinent leben ohne Stromanschluss. Durch speziell konzipierte, mobile Solartainer, die mit Solarmodulen, Energiespeichern und Wasserreinigungsanlagen ausgestattet sind, und die in beinahe jeder Umgebung einfach und schnell aufgebaut werden können, möchte er für eine faire Strom- und Wasserversorgung im ländlichen Afrika sorgen.

Als Social Entrepreneur möchte er keine Entwicklungshilfe betreiben, sondern ein Unternehmen nach den Ideen der Gemeinwohl-Ökonomie führen, das ohne den Zwang von permanentem Wachstum funktioniert und so nachhaltig eine unternehmerische Antwort auf gesellschaftliche Herausforderungen wie Fluchtursachen geben.

Coolar-CEO und Co-Founderin Julia Römer

Julia Römer ist CEO und Mitgründerin der Coolar UG. Während ein konventioneller Kühlschrank Kühlmittel und Strom benötigt, braucht Coolar nur Wärme, die dann in Kälte umgewandelt wird.

So könnten mindestens 60 Prozent der anfallenden CO2-Emissionen sowie mehr als 75 Prozent der Betriebskosten eingespart werden. Somit macht er die Kühlung vo Medikamenten in ländlichen Regionen Afrikas möglich. Was ebenfalls entfällt: schädliche Kälte- und Schmiermittel, sowie Batterien oder bewegliche Verschleißteile.

Das macht den Kühlschrank sehr langlebig – und wenn er aber doch einmal kaputt geht, muss er auch nicht als Sondermüll entsorgt werden. Während ein konventioneller Kühlschrank schädliche Kühlmittel und Strom benötigt, braucht Coolar nur Wasser und Wärme, die dann in Kälte umgewandelt wird.

Alexis Figeac vom Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production

Abgerundet wird das Panel durch Alexis Figeac, der beim Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production, kurz CSCP, für den Bereich Sustainable Business Models und Entrepreneurship verantwortlich ist.

Dieser nonprofit Think and Do tank ist einer der großen Player der Nachhaltigkeitsszene, der mit seinem breiten Netzwerk und den Partnerunternehmen aus Politik und Wirtschaft für eine nachhaltige Zukunft arbeitet.

Dort leitet er grössere EU Projekte auf dem Gebiet der Circular Economy sowie der ökologischen Innovation und ist selber langjähriger Investor in Greentech gewesen.

Vier ganz unterschiedliche Bereiche die hier aufeinandertreffen und so die Bandbreite des GreenTech Bereichs widerspiegeln.

Wir dürfen gespannt sein auf die Ergebnisse dieser Diskussion und können uns inspirieren lassen von den Menschen, die Nachhaltigkeit zu ihrem Geschäftskonzept gemacht haben.


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