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Filmprojekt „Augenhöhe“: So schön kann die Zukunft der Arbeit aussehen

Das Kernteam des Filmprojekte "Augenhöhe". Der Film über den Wandel in der Arbeitswelt ist am 5. März in Dortmund und am 16. März in Unna zu sehen. (Foto: privat)

Das Kernteam des Filmprojekts „Augenhöhe“. Der Film über den Wandel in der Arbeitswelt ist am 5. März in Dortmund und am 16. März in Unna zu sehen. (Foto: privat)

Von Carmen Radeck

Im Januar 2015 feierte ein ungewöhnliches Filmprojekt Premiere. „Augenhöhe – Film und Dialog“ zeigt, wie der Wandel in der Arbeitswelt schon heute in einigen Unternehmen gelebt wird und wirft einen spannenden Blick auf die Zukunft der Arbeit. Rainer Weichbrodt, Gründer des Management Instituts Dortmund (MID) hat das Filmprojekt schon in der Anfangsphase unterstützt und organisiert nun zwei Filmvorführungen mit anschließender Diskussion in Dortmund (5. März) und Unna (16. März). Worum es in dem Film geht und was Rainer daran fasziniert, erzählt er im Interview:

Hallo Rainer, Du organisierst im März zwei Filmvorführungen des Films „Augenhöhe“ in Dortmund und in Unna. Worum geht es in dem Film und wer sind die Macher?
Rainer Weichbrodt, Visionär und Gründer von Urban Mining Technologies. Er will das Ruhrgebiet zum Urban Mining Valley machen. (Foto: Carmen Radeck)

Rainer Weichbrodt, Visionär und Gründer des Management Instituts Dortmund. (Foto: Carmen Radeck)

Der 45-minütige Film zeigt am Beispiel von sechs Unternehmen auf, dass Unternehmen auch erfolgreich neue Wege gehen können in der Gestaltung von Rahmenbedingungen in der Arbeitswelt. Zum Beispiel durch mehr Entscheidungs- und Gestaltungsspielräume für Mitarbeiter. Es hat sich in den letzten Jahren eine „New Work“ Bewegung entwickelt, die sich für eine moderne, gesunde und flexiblere Arbeitswelt einsetzt. Fünf Einzelpersonen aus dieser Bewegung haben sich entschlossen, gute Beispiele aufzuspüren und deren Ansätze filmisch zu dokumentieren.

Du hast das Film-Projekt schon während der Produktion begleitet und unterstützt. Wie bist Du darauf aufmerksam geworden und was hat Dich an dem Projekt fasziniert?

Es hat sich rund um das Kernteam eine Community von über 1500 Fans entwickelt, die mehr oder weniger aktiv das Projekt unterstützen. Aufmerksam wurde ich über eine Crowdfunding-Plattform, auf der das Projekt ausgeschrieben war. Außer einem finanziellen Beitrag und der Social Media Unterstützung über meine Kanäle habe ich bisher nichts weiter dazu beigetragen, aber mein aktiver Part erfolgt ja jetzt über die Veranstaltungen.

Welche Unternehmer, die im Film vorkommen, haben Dich besonders beeindruckt und wieso?

Nun besonders beeindruckt hat mich Uwe Lübbermann mit Premium Cola, auch wenn er sich selbst nicht als den Unternehmer bezeichnet. Nicht einmal, weil ich diesen Ansatz für sehr übertragbar halte für andere Unternehmen, sondern für die fast konträre Denke zum Üblichen, dem Nachhaltigkeitsgedanken und der Demut im Auftreten. Hier wurde mir besonders klar, welche Glaubenssätze und Dogmen heute in einer überholten Managementlehre stecken. Aber auch Allsafe Jungfalk gefällt mir, die in einem tradierten mittelständisch geprägtem Geschäftsfeld alte und neue Ansätze gut verknüpfen, wie ich finde.

Wer sollte sich den Film anschauen?

Alle die sich für das Thema Arbeitswelt interessieren und auf Augenhöhe mitdiskutieren wollen. Ich wünsche mir gleichermaßen Unternehmer, Führungskräfte, Angestellte ohne Führungsaufgaben, Betriebsräte und eben auch andere Interessierte. Wenn ein Unternehmer kommt, dann ist das vielleicht schon ein erster oder weiterer Schritt in Richtung Arbeitgeber-Attraktivität. Vielfalt ist erwünscht wie auch zukünftig in einer neuen Arbeitswelt.

Den Film kann man sich ja auch im Web ansehen. Was hat Dich dazu bewogen, den Film öffentlich vorzuführen?

Das Projekt heißt Augenhöhe – Film und Dialog. Der Plan des Kernteams war und ist es, den Film als Impuls für Dialogveranstaltungen zu nutzen. Er soll möglichst viele Menschen beteiligen an der Beantwortung der Frage „Wie wollen wir zukünftig arbeiten?“. Das Konsumieren eines Filmes reicht da nicht. Das soll und kann der Film auch nicht leisten. Wir wollen einen Dialog auf Augenhöhe, also tun wir es einfach. Als Unternehmensberater helfe ich Unternehmen eh dabei, fit für die Zukunft zu bleiben oder zu werden. Die Veränderungen in der Arbeitswelt stellt Unternehmen vor spannende Herausforderungen. Neue Arbeitswelten sind einfach auch mein Thema bereits seit 15 Jahren.

Welche Wirkung des Films würdest du Dir wünschen?

Kurzfristig wünsche ich mir viele Teilnehmer in vielen Veranstaltungen an möglichst vielen Orten. Dazu müssen eben auch viele sich als Veranstalter engagieren. Mittel- bis langfristig wünsche ich mir eine Humanisierung der Arbeitswelt. Führungsverhalten und Rahmenbedingungen, die die Gesundheit der Menschen erhalten lassen und Menschen jeden Alters ermöglichen ihre Potential einzubringen und zu entwickeln. Den Unternehmen wünsche ich, dass Sie mit einem Bewusstsein für Nachhaltigkeit auch zukünftig ausreichendes Know How und die nötigen Fachkräfte haben werden.

Vielen Dank für das Gespräch!

Die Termine

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