Gründer und Startups

Wie das Bochumer Startup Fafigo die Fliege wieder hip machen will

Gründerteam Fafigo

Das Team von Fafigo: Gründer Steffen Böttner und Giuseppa Suppa. (Foto: FAFIGO)

Ich muss zugeben, als Fafigo-Gründer Steffen Böttner mir erzählte, dass er mit seinem Mode-Startup Fliegen herstellt und vertreibt, war ich erst etwas skeptisch. Als ich dann die Bilder in seinem Webshop sah, dachte ich „Wow, cool!“ Im Interview erzählt Steffen, wie er auf die Idee zu dem Label kam und wie er die Fliege wieder hip machen will.

Hallo Steffen, erzähl mal, worum es bei Fafigo geht.

FAFIGO ist ein junges Label für Herrenaccessoires, die von uns neu und modern interpretiert werden.

Wir designen und fertigen alle unsere Accessoires in Deutschland. Im Fokus steht dabei die Fliege – auch Querbinder oder Schleife genannt. Die Fliege ist ein Herrenaccessoire mit einer langen Historie.

Allerdings ist die Fliege über die Jahre hinweg etwas eingestaubt und ihr wurde der Rang durch die Krawatte abgelaufen. Wir feiern mit der Fliege ihre Renaissance und küssen sie wieder wach.

FAFIGO holt die Fliege aus ihrem eingestaubten Dasein und interpretiert sie frisch und modern in bunten und ausgefallenen Designs, so dass auch jüngere Leute angesprochen werden.

Wo lasst Ihr die Fliegen herstellen?

Die wichtigsten Säulen unserer Unternehmensphilosophie sind Hochwertigkeit, Exklusivität, Individualität und Nachhaltigkeit. Um diese Säulen zu leben haben wir uns bewusst für die Herstellung in Deutschland entschieden.

Wir arbeiten mit einer Manufaktur zusammen, die auf eine langjährige Erfahrung zurückblickt und mit viel Liebe zum Detail unsere Fliegen in Handarbeit fertigt. So ist eine Premium Qualität garantiert. Unsere Designs findet man so kein zweites Mal. Unsere Designs werden in einer limitierten Stückzahl hergestellt. Wir setzen dabei auf hochwertige Stoffe.

Fafigo Fliegen

Die Fliege soll wieder zum coolen Lifestyle-Accessoire werden. (Foto: FAFIGO)

Wie ist die Idee entstanden?

Die Idee ist 2014 entstanden. Auf der Suche nach einer coolen, besonderen und ausgefallenen Fliege für eine Hochzeit, hat sich dies für uns leider zu einer unlösbaren Aufgabe entwickelt. Weder im stationären Handel noch im Internet konnten wir eine solche Fliege finden.

Daraufhin entschlossen wir uns unsere eigene Fliege nach unseren Vorstellungen zu entwickeln und kurz darauf entstanden die ersten Prototypen, die immer weiter verbessert wurden bis wir schließlich unser finales Produkt hatten.

Wie vertreibt Ihr die Fliegen?

Wir vertreiben unter unserer Marke FAFIGO unsere Accessoires über unseren Online Shop unter www.fafigo.de.

Wer gehört zum Team und wie habt Ihr Euch gefunden?

Neben mir als Gründer und Geschäftsführer gehört noch Giuseppa Suppa zum Team als Beraterin. Sie ist zugleich auch meine Lebensgefährtin. Sie berät mich im Besonderen in Fragen zu Designs, Stoffauswahl, Fotoshootings und unterstützt mich wo Sie nur kann.

Wie finanziert Ihr Euch? Sucht Ihr nach Investoren?

FAFIGO ist bisher komplett eigenfinanziert. Zurzeit suchen wir keine Investoren. Wollen aber auch nicht ausschließen, dass dies in Zukunft mal der Fall sein wird.

Wie wollt Ihr Euer Label bekannt machen, was ist Eure Marketing-Strategie?

Um FAFIGO bekannt zu machen setzen wir auf einen Marketing Mix aus Online Marketing und dem klassischen Marketing.

Worin seht Ihr die größte Herausforderung für Euer Startup und wie geht Ihr damit um?

fafigo_fliege_3Die größte Herausforderung sehen wir darin FAFIGO bekannt zu machen mit dem Budget, welches wir zur Verfügung haben. Da wir eigenfinanziert sind und ein geringes Budget haben, müssen wir mit den Mitteln, die wir zur Verfügung haben, das Maximum herausholen.

Um organisch und gesund mit eigenen Mitteln zu wachsen, benötigen wir mehr Zeit als Unternehmen, die Finanzspritzen von Investoren erhalten. Daher benötigen wir viel Durchhaltevermögen und Geduld.

Wo steht Ihr gerade und was sind Eure nächsten Meilensteine, die Ihr erreichen wollt?

Unser Online Shop ist jetzt seit einem Jahr live und wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung. Unsere nächsten Meilensteine sind die Listung unserer Fliegen bei ausgewählten Einzelhändlern im Ruhrgebiet.

Zudem sind wir dabei unser Sortiment um weitere Accessoires zu erweitern. Wir haben bereits neben unseren Fliegen eine Auswahl an Armbändern. Desweiteren sind wir gerade auch in der Produktentwicklung von Einstecktüchern.

Was ist bisher Eure wichtigste Erfahrung, die Ihr in der Gründungsphase gemacht habt?

Wir mussten auch wie viele andere Startups zu Beginn Rückschläge einstecken. Wichtig ist aber für seine Ziele und Visionen zu kämpfen.

Zudem musste ich persönlich auch lernen mich gelegentlich auch mal in Geduld zu üben, obwohl mir dies schwer fällt, da ich von Natur aus ein sehr ungeduldiger Mensch bin. 😉

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