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Tel Aviv: Zentrum für Startups aus der ganzen Welt

Die Startup-Szene in Tel Aviv ist gut vernetzt. (Foto: Rob Bye / http://www.robertbye.com/)

Die Startup-Szene in Tel Aviv ist gut vernetzt. (Foto: Rob Bye / http://www.robertbye.com/)

Israel ist nach den USA die bedeutendste Startup-Nation der Welt. Die perfekte Mixtur aus technischem Know-how und guten Finanzierungsmöglichkeiten macht das Land so attraktiv.

Von Dominik Stute

Israel muss sich vor den USA nicht verstecken: Etwa 6.000 Startups, mehr als 70 Wagniskapitalfonds und über 200 Inkubatoren und Acceleratoren sind in dem Land aktiv. Die Finanzlage der Startups wird neben den zahlreichen privaten Investoren dadurch ergänzt, dass auch der Staat wertvolle Unterstützungen anbietet.

So gibt es beispielsweise staatlich geförderte Technologieinkubatoren, in denen Frühphasenprojekte gefördert werden. Tel Aviv – die sog. Nonstop City – ist immer in Bewegung und das Zentrum der Startup- und Hightech-Szene. Über die Hälfte aller Startups in Israel haben ihren Sitz in der Metropolregion, die fast vier Millionen Einwohner umfasst und damit den Mittelpunkt der Startup-Nation bildet.

Auf jeden Quadratkilometer kommen fast 50 Startups – eine weltweit einzigartig hohe Konzentration, die schnell auf die besondere Dynamik dieser Stadt schließen lässt. Aber auch das internationale Flair, die Offenheit und Freundlichkeit der Israelis, 14 Kilometer Strand am Mittelmeer sowie 318 Sonnentage im Jahr machen Tel Aviv zu einem besonderen Standort für Gründer aus der ganzen Welt.

Ein weiterer Vorteil der Stadt ist die hohe Anzahl an etablierten Hightech-Firmen wie Google, Facebook, Microsoft oder IBM, die zum Teil vor Ort große Forschungseinrichtungen unterhalten und im Markt auf diese Weise weitere Impulse setzen.

Gründungen nach dem Militärdienst

Der Staat Israel ist eigentlich selbst eine Art Startup, denn das Land musste nach der Staatsgründung im Jahr 1948 lernen, sehr flexibel mit verschiedensten Problemen umzugehen. Dies hat sich in der Mentalität der Israelis verhaftet. Neben Problemen wie mangelndes Trinkwasser oder das starke Bevölkerungswachstum ist das wohl größte Problem die ständige Gefahr durch verfeindete Nationen im Umkreis von Israel.

Das Land hat dadurch eines der weltweit am besten ausgestatteten Militärs, was wiederum der Startup-Kultur zugutekommt. Denn viele der erfolgreichen israelischen Startups werden von ehemaligen Militärdienstleistenden gegründet, die während ihres Dienstes in technischen Dingen sehr gut ausgebildet wurden. Daher sind israelische Startups beispielsweise im Bereich Cybersecurity stark aufgestellt.

Hinzu kommt die gerade im Vergleich zu Deutschland sehr unterschiedliche Mentalität im Umgang mit Misserfolgen. Ähnlich wie in den USA wird auch in Israel ein Scheitern eher als Erfahrungsgewinn angesehen und führt nicht automatisch zu schlechteren Perspektiven im weiteren Geschäftsleben.

Informationsveranstaltung in Dortmund

Am 11. Oktober 2016 haben Startups bei der kostenfreien Veranstaltung „Tel Aviv: Einblicke in den internationalen Hightech- und Startup-Standort“ im TechnologieZentrumDortmund die Gelegenheit, mehr über Tel Aviv zu erfahren. Highlights im Programm sind:

  • Das weltweit bekannte Unternehmen Mobileye hat seinen Sitz in Jerusalem und ist mittlerweile auch in Düsseldorf aktiv. Anatoliy Reinhardt, Area Sales Manager in Düsseldorf, berichtet, wie es sich vom israelischen Startup zum Weltmarktführer im Bereich der Sensorik, vor allem im Zusammenhang mit selbstfahrenden Autos, entwickelt hat.
  • Markus Rall ist Geschäftsführer von Viality und damit Experte in allen Themen rund um Virtual Reality. In Tel Aviv gibt es zahlreiche Startups und Netzwerke, die dieses Zukunftsthema voranbringen, weswegen er aus Dortmund heraus ein Startup in Tel Aviv gegründet hat. Hiervon wird er uns berichten.
  • Die AHK Israel ist erster Ansprechpartner für deutsche Unternehmen, die den Markteinstieg in Israel wagen möchten. Für Startups hat die AHK einen eigenen Experten, der die dortige Szene gut kennt und Ihnen einen Einblick geben wird.

Mehr Informationen gibt’s hier.


Dominik Stute IHK Dortmund

Dominik Stute (Foto: IHK)

Dominik Stute ist Referent der IHK zu Dortmund und Ansprechpartner für Dienstleistungen International.

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