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Diese Startups ziehen in den startport Accelerator ein

startport Accelerator für Startups im Ruhrgebiet
startport Accelerator (Foto: ©startport / Krischerfotografie)

startport Accelerator: 9 neue Startups sind dabei

Nun steht fest, welche Startups als zweiter Jahrgang im startport Accelerator unterstützt werden. Neun Startups wurden für Batch #2 ausgewählt, womit die Anzahl der geförderten Startups auf insgesamt 13 gestiegen ist.

Das Förderprogramm der Duisburger Hafen AG hat sich vor allem auf den Bereich Logistik spezialisiert und unterstützt ausgewählte Startups über zwölf Monate unter anderem mit voll ausgestatteten Büroplätzen, Mentoring, Workshops, Bewertung und Reflektion der Unternehmensentwicklung sowie Zugang zum Netzwerk potentieller Kunden, Projektpartner, Investoren aus den Bereichen Industrie und Logistik.

startport: Diese Startups sind seit Oktober 2018 dabei

innoSEP

Die innoSEP GmbH mit Sitz in Hannover entwickelt technische Prognosemodelle für die Industrie 4.0. Basis des Geschäfts ist ein eigens entwickelter Daten-Analyse-Baukasten, der mit Hilfe von maschinellem Lernen die Lebensdauer von Hochleistungs-Bauteilen prognostiziert.

Der innoSEP-Baukasten nutzt bereits vorhandene Daten aus dem Produktionsprozess wie beispielsweise Temperatur oder Druck. Damit erkennt innoSEP Schwachstellen und trifft wertvolle Einschätzungen über die Haltbarkeit von Maschinen.

Mit den Daten werden Ausfälle vermieden, Zeitpunkte für Wartung optimal festgelegt und die Lebensdauer von Bauteilen verlängert. Prozesse der Produktentwicklung beispielsweise für Maschinen in der Automobil- oder Windindustrie werden so optimiert.

Die beiden Gründer Huseyin Sahin und Kerim Galal decken mit innoSEP (kurz: für innovative Solutions for Engineering and Programming) den wachsenden Bedarf nach Interdisziplinarität zwischen Informatik und Maschinenbau ab.

Ihre Vision ist es, Ingenieuren maschinelles Lernen zugänglich zu machen und ihnen moderne IT-Methoden im konventionellen Maschinenbau näherzubringen.

InnoSEP entstand 2016 in Hannover als Ausgründung der Leibniz Universität Hannover und im selben Jahr gewann innoSEP den Sonderpreis „Digital Business & Technology“ im Rahmen des 14. Startup-Impuls Gründungswettbewerb von hannoverimpuls. Zudem nahm innoSEP 2017 an dem Accelerator-Programm „TechFounders“ beim UnternehmerTUM München teil.

myGermany

Grenzüberschreitender Handel ist für deutsche Onlinehändler ein schwieriges Thema – trotz Exportweltmeisterschaft. Zollrestriktionen, Ausfuhrerklärungen und Genehmigungen hemmen oft die Lieferung ins Ausland.

Das Team der myGermany GmbH bietet ein Rundumpaket für die Abwicklung von Versendungen deutscher Produkte ins Ausland.

Von ihrem Gründungsstandort in Weimar aus wickeln sie den gesamten Versendungsprozess ab: von der fachgerechten Verpackung sowie Konsolidierung, über die Übernahme der Zoll-Formalitäten bis hin zur Abwicklung der Warenwege im Ausland.

Die myGermany GmbH ist bis jetzt vollständig aus Eigenkapital finanziert und das Team besteht bereits aus 10 Personen.

Ihre Vision: ein eigener Button zum Versand ins Ausland auf jedem deutschen Online-Shop. Warenhandel grenzenlos.

 Lese-Tipp: Accelerator und Inkubatoren für Startups im Ruhrgebiet

Powerstation

Warum kommt ein eFahrzeug zum Ladepunkt und nicht umgedreht?

Das Team von Powerstation will mit einer flexiblen und dezentralen Ladestation der dürftigen Ladeinfrastruktur begegnen. Neben dem Bereich eMobility arbeitet das Team an Lösungen für die Event- und Filmbranche.

Mit ihrem Produkt möchten sie dezentrale Energieversorgung anbieten. Dafür wird aktuell in Kooperationen mit Hochschulen und Unternehmen ein mobiles und leistungsfähiges Batteriesystem entwickelt.

In Kombination mit festen Energiepreisen soll die Powerstation sowohl im B2B als auch im B2C Bereich vermarktet werden.

Gründer von Powerstation sind Stefan Alscher, Logistikingenieur, Studium an der Universität Duisburg-Essen Felix Behrenbeck, Masterstudent Innopreneurship, Universität Duisburg-Essen

Quicargo

Das Unternehmen Quicargo aus Amsterdam vermindert Leerfahrten auf den Straßen. Es verbindet in Echtzeit leere Lkw mit jedem Unternehmen, das Transportservices benötigt. Damit gewährleistet Quicargo einen effizienteren Straßengüterverkehr und reduziert gleichzeitig CO2-Emissionen.

Quicargo integriert sich in die Systeme der Transportunternehmen und ist damit sowohl für den Transporteur als auch den Versender gleichzeitig nutzbar. Damit werden Lkw-Leerfahrten reduziert, es schafft Mehr-Einnahmen für Speditionen und eine einfache Transportmöglichkeit für Versender. Gleichzeitig werden Staus und Unfälle verringert, die durch Lkw ausgelöst werden.

Kurzfristiges Ziel mit Unterstützung durch startport: mit einem lokalen Team den Standort Duisburg und ein Netzwerk in Deutschland aufbauen.

Quicargo wurde von Avishai Trabelsi und Roni Libermann in Israel gegründet. 2016 entschieden sie, mit dem Unternehmen in die Niederlande umzuziehen. Im September 2017 starteten sie dort offiziell.

Quizubi

Die Lehrstellen-App von Quizubi will Ausbildungsbetriebe und potentielle Auszubildende zusammenbringen. Den Unternehmen fehlt häufig der Zugang zu den Ausbildungsplatzsuchenden, diesen fehlt die Fähigkeit, die eigenen Stärken und Interessen einzuschätzen.

Die Lösung: Berufswahl per Quiz. Unterschiedliche Quizze helfen per App, die passendenden Ausbildungsberufe zu finden.

Quizubi ist eine App, mit der junge Erwachsene ihren Traumberuf finden und sich direkt darauf bewerben können – ohne Lebenslauf, ohne Anschreiben. Neben der App stellt Quizubi ein Ausbildungs-Bewerber-Managementsystem als Web- Anwendung für die Unternehmen bereit.

Mit vorhandenen Stellenprofilen und individuellen Fragen können Personalabteilungen darüber den perfekten Match für die ausgeschriebene Ausbildungsstelle finden – diskriminierungsfrei und objektiv.

Gründer des Startups sind Daniel Funken, Markus Stolzenburg, Sabine Steffen und Marco Bolt.

RunR

Die RunR-Plattform aus Bonn schafft einen mobilen Marktplatz für lokalen Einzelhandel mit Fahrradkurieren.

Damit können lokale Geschäfte mit großen E-Commerce-Plattformen mithalten und ihnen bei der Logistik einen Schritt voraus sein.

RunR verbindet vor allem in Großstädten junge, konsumfreudige Kunden mit einer Community freier Kuriere und lokalen Einzelhändlern, die ihre Waren online anbieten und diese innerstädtisch in unter einer Stunde zum Endkunden bringen können.

Hierdurch kann der Kunde spontan online kaufen. Überdies besteht die Möglichkeit, nicht nur zu bestimmten Adressen liefern zu lassen, sondern auch zu den GPS-Koordinaten des jeweiligen Mobilgerätes.

Ziel ist es, der Logistiker für eine Smart City zu sein und mit einer automatisierten, ressourcenbasierten Aufgabenverwaltung den Grundstein für eine autonome, maschinengestützte letzte Meile zu legen.

Die Gründer sind Cenk Kuscu, Kadir Bacak und Benjamin Reichardt.

Smart Robotic Systems

Smart Robotic Systems aus Dortmund entwickelt mit SKIDER eine Entwicklungs- und Kommunikationsplattform für unbemannte Flugsysteme für die industriellen Anwendungsbereiche Inspektion, Logistik und Sicherheit.

SKIDER ermöglicht industrielle Drohnenanwendungen und passgenaue Adaption der Drohnentechnologie für unternehmensspezifische Prozesse. SKIDER erreicht dies durch Anbindung beliebiger Sensoren sowie die Geo-Referenzierung anfallender Sensordaten und die Integration der gewonnenen Daten in weiterverarbeitende Prozesse der Kunden.

Dabei ist SKIDER nicht nur das „zentrale Nervensystem“ einer einzelnen Drohne, sondern ebenso in der Lage, in einem Schwarm fliegende Drohnen zu vernetzen und ihre komplexen, arbeitsteiligen Aufgaben zu koordinieren.

SKIDER baut auf Ergebnissen langjähriger universitärer Forschung der Gründer an der TU Dortmund auf und wurde unter anderem im Rahmen eines EXIST Gründerstipendiums zum innovativen Produkt weiterentwickelt.

Auszeichnungen wie der 4. Platz bei Start2Grow (2016) oder der Gewinn des Hauptpreises beim BMWi-Wettbewerb Digitale Innovationen honorieren die bisherigen Arbeiten.

Gründer des Startups sind Dr. Niklas Goddemeier, Sebastian Rohde und Prof. Dr. Christian Wietfeld.

Trailer Dynamics

Trailer Dynamics ist ein Spin-off der RWTH Aachen und entwickelt den Newton eTrailer, einen Sattelauflieger, der die Effizienz des Sattelzuges steigert und dadurch zum Vorteil für seine Nutzer und die Umwelt wird.

Der Newton eTrailer reagiert eigenständig auf das Fahrverhalten seiner angekoppelten Zugmaschine und unterstützt sie mit Hilfe seines integrierten elektrischen Antriebsstrangs. Auf diese Weise sollen hohe Treibstoffeinsparungen erzielt und der Schadstoffausstoß reduziert werden.

Außerdem ist der eTrailer mit adaptiven aerodynamischen Applikationen ausgestattet, die besonders bei Autobahnfahrten oder auf Landstraßen weitere Dieseleinsparungen durch einen reduzierten Luftwiderstand ermöglichen.

Trailer Dynamics hat den New Economy Business Award (Kategorie Business Plan) gewonnen und bereits eine Seed-Finanzierung von 600.000 € erhalten.

Die Gründer sind Abdullah Jaber, Mugahid Mazyek, Michael Nimtsch, Fazlul Hoque, Dr. Jan Schlipf und Dr. Basem Abdelfatah.

ViSenSys

Ziel der im November 2017 gegründeten ViSenSys GmbH aus Dortmund ist die Entwicklung und Marktetablierung eines Intelligenten Beobachters (IB).

Zielgruppe sind Unternehmen mit viel Aufwand für menschliche Beobachtung und dementsprechend hohen Automatisierungsbedarf.

Das Multikamerasystem und die bildverarbeitende Software werten die Daten passgenau aus. Algorithmen aus den Bereichen digitale Bildverarbeitung und maschinelles Lernen automatisieren Prozesse des menschlichen Beobachtens.

Der Einsatz eines Intelligenten Beobachters führt zu einer Entlastung und Unterstützung der menschlichen Beobachter oder zu einer vollständigen Automatisierung.

ViSenSys bietet eine variable und skalierbare Kombination aus Hardware- und Softwarekomponenten an, die entweder aus dem Kamerasystem des Kunden oder aus einem eigenen Kamerasystem bestehen.

Erste Kunden konnten mit der DB Regio AG und der Thyssenkrupp AG gewonnen werden. Neben einem eingeworbenen Exist-Gründerstipendium konnte das Team den 3. Platz beim start2grow- Businessplan belegen.

Außerdem hat das Team eine Teilnahme am Universal Home Accelerator sowie den Hauptpreis, eine Design-Leistung, beim Salon de Créateurs gewonnen.

Gründer und Geschäftsführer ist André Ibisch.

Die Startups aus Batch #1

Bereits seit März 2018 profitieren diese vier Startups aus dem ersten Jahrgang von dem Förderprogramm:

  • AIndex.Ruhr
  • Cargo-Bay
  • DepotCity
  • HEUREMO

Mehr Infos startport und wie Ihr Euch bewerben könnt, findet Ihr hier.

Geschrieben von
Carmen Radeck

Carmen Radeck ist Journalistin und Gründerin von RuhrGründer. Ihre Leidenschaft ist es, Geschichten von Menschen zu erzählen, die ihr eigenes Ding machen, dafür brennen und bereit sind, jedes Risiko einzugehen.
So entstand die Idee zum Gründerblog RuhrGründer, der 2014 mit Storys über Gründer und Startups aus dem Ruhrgebiet online ging und sich inzwischen zum Szene-Portal entwickelt hat. Als Mit-Initiatorin der Datenbank StartupsRuhr.de und von Events wie dem RuhrSummit und den Fuckup Nights Ruhrgebiet ist sie aktiver Bestandteil der Gründerszene Ruhr.
Carmen berät Unternehmen in Sachen Content Marketing und Social Media. Sie kommt aus Essen, lebt in Kamen und ist im Ruhrgebiet zuhause.

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Geschrieben von Carmen Radeck