Szene

Starthilfe für Gründerinnen in der Nordstadt

Maike Kranaster und Doris Kasten (v.l.) vom GründerinnenZentrum Nordstadt in Dortmund (Foto: Carmen Radeck)

Maike Kranaster und Doris Kasten (v.l.) vom GründerinnenZentrum Nordstadt in Dortmund (Foto: Carmen Radeck)

Von Carmen Radeck

Im Büro von Maike Kranaster und Doris Kasten, den beiden Projektmanagerinnen des GründerinnenZentrums Nordstadt, stapeln sich Pappkartons mit neuen Info-Flyern. Modedesignerin und Gründerin Diana Jean-Pierre steht schon in der Tür, um einen Schwung in Empfang zu nehmen. Die Flyer informieren nämlich nicht nur über das GründerinnenZentrum mitten in der Dortmunder Nordstadt. Vor allem stellen sie die Gründerinnen vor, die sich dort eingemietet haben. Eine schöne Werbung für die jungen Unternehmerinnen.

Günstige Mieten und das gewisse Extra an Beratung

Auch zwei Seminarräume stehen den Gründerinnen im GründerinnenZentrum zur Verfügung. (Foto: Carmen Radeck)

Die wissen das gewisse Extra zu schätzen, das sie im GründerinnenZentrum während der ersten Jahre ihrer Gründung bekommen. Sie profitieren nicht nur von günstigen Mieten und überschaubaren Nebenkosten, vor allem bekommen sie professionelle Unterstützung und Beratung bei den vielen Herausforderungen, mit denen man sich als Gründer herumschlagen muss – vom Schreiben eines Businessplans über Steuerangelegenheiten bis hin zu Marketingmaßnahmen.

Frauen gründen risikobewusster

“Frauen gründen anders als Männer”, sagt Projektmanagerin Maike Kranaster. “Sie gehen oft viel vorsichtiger und risikobewusster an die Selbstständigkeit heran.” Dazu komme noch, dass Frauen trotz hoher Qualifikation oft daran zweifeln, dass sie mit einem eigenen Unternehmen erfolgreich sein können. Hier Hemmschwellen abzubauen und auch zu ermutigen, den Schritt in die Selbstständigkeit  zu wagen, gehört zu den Zielen und Aufgaben des GründerinnenZentrums.

Beratung von der Idee zur Gründung

Für ihre Mieterinnen haben Maike Kranaster und Doris Kasten immer ein offenes Ohr. (Foto: Carmen Radeck)

Für ihre Mieterinnen haben Maike Kranaster und Doris Kasten immer ein offenes Ohr. (Foto: Carmen Radeck)

Eine Orientierungsberatung gibt es im GründerinnenZentrum schon in der Vorgründungsphase. “Die meisten Frauen kommen zu uns mit einer Geschäftsidee und brauchen Hilfe bei der Frage, ob diese Idee auch realsierbar ist”, sagt Maike Kranaster. Ist die Idee machbar, bekommen die Frauen vom GründerinnenZentrum in Kooperation mit dem Startercenter der Dortmunder Wirtschaftsförderung Unterstützung bei der Ausarbeitung ihrer Idee bis zu Gründung. “Und wenn alles passt, können sie einen Raum hier im GründerinnenZentrum beziehen”, sagt Doris Kasten.

Gründerinnen helfen sich gegenseitig

Derzeit sind alle der zwölf Räume vermietet. Quartier bezogen haben Gründerinnen verschiedenster Branchen – von der Unternehmensberaterin über Rechtsanwältin und Dometscherin bis zur Objektdesignerin. “Das Schöne ist, dass sich die Gründerinnen in verschiedenen Entwicklungssphasen befinden”, sagt Maike Kranaster, “so können sie sich auch gegenseitig austauschen und Tipps geben”.

Gemeinsame Projekte und Kooperationen

750 Quadratmeter hat die Wirtschaftsförderung Dortmund für das GründerinnenZentrum angemietet. Zwölf Gewerberäume stehen den Gründerinnen zur Verfügung.

Nicht nur der gegenseitige Austausch funktioniert im GründerinnenZentrum, einige der Gründerinnen haben in Kooperationen auch schon gemeinsame Projekte entwickelt und realisiert. Jüngstes Beispiel ist das Projekt “Vergangenes Verorten”, das die beiden Gründerinnen der Geschichtsmanufaktur, Katharina Hülscher und Christina Steuer mit der Grafikdesignerin Heike Kollakowski ins Leben gerufen haben.

Nach der Mietzeit: Auf eigenen Füßen stehen

Die Gemeinschaft und gerade am Anfang nicht auf sich allein gestellt zu sein zählt für viele der jungen Unternehmerinnen zu den Hauptgründen, warum sie sich im GründerinnenZentrum eingemietet haben. Dass sie auch nach Ende der Mietzeit erfolgreich auf eigenen Füßen stehen, ist erklärtes Ziel des Projektes. Mit gutem Beispiel voran gingen gerade erst Döndü Karaagac und Monika Lipski mit ihrem Reinigungsservice “1a Putz-Team”. Den beiden Jungunternehmerinnen wurde der Raum im GründerinnenZentrum bereits zu eng. Mit eigenen Angestellten und wachsenden Aufgaben haben sie den Absprung aus dem GründerinnenZentrum erfolgreich gemeistert.

 

Kontakt:

GründerinnenZentrum Nordstadt

Bornstr. 83, 44145 Dortmund

E-Mail: doris.kasten@stadtdo.de

Tel. 0231/567835-79

 

www.gruenderinnenzentrum-dortmund.de

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