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Gründungswettbewerb start2grow – Mit kompaktem Programm zum Businessplan

start2grow Kampagne Sylvia Tiews

start2grow-Teamleiterin Sylvia Tiews inmitten der akutellen Kampagne des Dortmunder Gründerwettbewerbs. (Foto: Wirtschaftsförderung Dortmund)

start2grow – Teamleiterin Sylvia Tiews im Interview

Mit start2grow Match ist am vergangenen Freitag die erste Runde des Dortmunder Gründungswettbewerb für dieses Jahr gestartet. Nach dem „Relaunch“ des Wettbewerbs gibt es für Gründer und Startups jährlich nun sogar gleich zwei Mal die Chance, bei start2grow teilzunehmen und gemeinsam mit Coaches und einem kompakten Programm den Businessplan zu erarbeiten.

Im Interview mit start2grow-Teamleiterin Sylvia Tiews erfahrt Ihr alles Einzelheiten, die Ihr wissen müsst und bekommt sogar ein paar Tipps für den großen Final-Pitch im Juni.

Hallo Frau Tiews, am vergangenen Freitag ist der Gründungswettbewerb start2grow in die nächste Runde gegangen. Wie fühlt es sich für Sie als Teamleiterin an, wenn eine neue Runde startet?

Bei mir fühlt sich ein Auftakt ein wenig an wie Weihnachten und Geburtstag zusammen. Zum einen gibt es eine große Vorfreude und Neugierde: Endlich lernen wir die Gründer persönlich kennen und kommen in den direkten Dialog.

Zum anderen ticken wir wie jeder andere Gastgeber und fragen uns, wird auch alles gut laufen? Haben wir dir richten Themen für die Vorträge und Workshops ausgesucht, werden Gründer passende Coaches finden, sind die nötigen Branchen vertreten, etc.

Nach mehr als fünfzehn Jahren hat start2grow im vergangenen Jahr ein Update bzw. ein Relaunch bekommen. Welche Gründe gab’s dafür und was hat sich verändert?

Generell gibt es zwei Gründe: Wir wollen für die Gründer einen schnelleren Ablauf des Wettbewerbs anbieten und mit kompakten, interaktiven Veranstaltungsformaten gezielter auf die Bedürfnisse der Teilnehmer eingehen.

Diese Komprimierung bringt auch noch einen Nebeneffekt: Statt einem Wettbewerb wie bisher, gibt nun zwei Durchgänge pro Jahr – einer startet im Herbst und einer im Frühjahr.

Seit dem Beginn der start2grow-Wettbewerbe in 2001 sind die Angebote zu den Themen Selbstständigkeit und Businessplan – nicht zuletzt durch das Internet – vielfältiger geworden. Unsere früheren Veranstaltungen zielten darauf ab, mit den Teams die Businesspläne zu schreiben – also Veranstaltungen für jedes Kapitel eines Plans anzubieten.

Wir haben in den letzten Jahren jedoch die Erfahrung gemacht, dass viele Teilnehmer bereits einen Businessplan geschrieben haben und nur wenige allein mit einer Idee dastehen. Für beide Zielgruppen brauchen wir Angebote – aber die früheren 10 Coachingabende pro Wettbewerb erscheinen nicht mehr zeitgemäß.

Das neue Konzept ist kürzer, komprimierter, mit parallelen Workshops und Seminaren bei denen sowohl Ideenträger als auch Gründer mit einem fertigen Businessplan gleichermaßen Mehrwerte erhalten.

Die Veranstaltungstermine liegen jetzt auf einem Freitag und sogar einmal Freitag und Samstag als Wochenendveranstaltung – so können Gründer nach einer Arbeits- oder Studienwoche am Wochenrand intensiv an ihrer Idee arbeiten, ggfs. sogar in Dortmund übernachten.

Und wir können viele Teilnehmer persönlich kennen lernen und ihnen das start2grow-Netzwerk und den Wirtschaftsstandort Dortmund nahe bringen.

Der Wettbewerb hat bereits gestartet. Wie ist der weitere Ablauf und bis wann können Neueinsteiger sich noch anmelden?

Ein Einstieg in den laufenden Wettbewerb ist jederzeit möglich. Nach der Anmeldung kann man sofort online Kontakt zu den Coaches von start2grow und anderen start2grow-Teilnehmern aufnehmen.

Die nächste Veranstaltung im aktuellen Wettbewerb ist das „start2grow-Camp“ am 29. und 30. April in Dortmund. Zwei Tage arbeiten die Teilnehmer in Seminaren und Workshops mit Experten, Kapitalgebern und erfolgreichen Unternehmern an ihren individuellen Plänen.

Die erarbeiteten Businesspläne können bei „start2grow-Proof“ am 23. Mai von ausgewählten Coaches in individuellen Gesprächen geprüft werden, bevor sie zum Abgabetermin am 30. Mai bei start2grow in den Wettbewerb eingereicht werden.

Mit „start2grow-Pitch an Party“ geht es am 5. Juli 2016 ins Finale des Gründungswettbewerbs start2grow | 35. Die Top 20 Teams präsentieren sich und ihren Businessplan am Vormittag vor der Jury und kämpfen damit um eine Platzierung unter den Preisträgern. Das Ergebnis der Jurysitzung wird am Abend bekannt gegeben und dann heißt es: “And the winner is …“.

Neben viel Know-how gibt es auch in dieser Runde wieder einiges zu gewinnen beim Wettbewerb, oder?

Die besten Businesspläne werden mit Geldpreisen von 1.000 bis zu 15.000 Euro ausgezeichnet. Darüber hinaus vergibt start2grow den Sonderpreis „Technologie“ im Wert von 10.000 Euro.

  • 1. Preis: 15.000 Euro
  • 2. Preis: 10.000 Euro
  • 3. Preis: 5.000 Euro
  • 4. bis 10. Preis: 1.000 Euro

Als lokaler Ansatz gilt hier: 50% des Preisgeldes erhält jedes Team sofort nach dem Wettbewerb, die zweite Hälfte allerdings erst, wenn in Dortmund gegründet wurde.

Wer entscheidet eigentlich darüber, welche Gründerteams in die Endrunde kommen?

Die bei start2grow eingereichten Businesspläne werden von Gutachterinnen und Gutachtern aus dem start2grow-Netzwerk bewertet – so ergibt sich ein „Ranking“. Die Gutachten beinhalten fachliche Beurteilungen und Anregungen zur Verbesserung, die für eine Umsetzung der Geschäftsidee sehr wertvoll sein können.

Die Teilnehmer erhalten deshalb eine schriftliche Information über die zu ihrem Businessplan erstellten Gutachten. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, dass die Gutachterinnen und Gutachter den Teams in einem persönlichen Gespräch ein Feedback zu ihrem Businessplan geben.

Nach Abschluss des Begutachtungsverfahrens werden die 20 besten Businesspläne einer hochkarätigen Jury zur Prämierung vorgeschlagen. Diese Jury ist fachlich breit aufgestellt: Unsere Sponsoren sind vor Ort, Technologen, Kapitalgeber, Abgesandte von Ministerien, die Hochschulen, die IHK und die Wirtschaftsförderung.

Die TOP 20 Gründungsteams bekommen die Gelegenheit, sich und ihre Geschäftsidee persönlich vor der Jury zu präsentieren.

Am Ende der Jurysitzung fällt die endgültige Entscheidung über die Vergabe der ausgelobten Preisgelder. Kriterien, um unter die Top 20 zu kommen, sind die Qualität des Businessplans sowie die Innovation und das wirtschaftliche Potenzial der Geschäftsidee. In der Jurysitzung werden darüber hinaus noch die Unternehmerpersönlichkeit und das jeweilige Gründerteam durchleuchtet.

Haben Sie Tipps, wie sich die Top 20-Gründerteams auf den großen Tag am besten vorbereiten?

Für die Teams ist es wichtig, vor der Jury punktgenau abzuliefern! Sie haben jeweils 10 Minuten Zeit für ihre Präsentation – danach werden nochmal ca. 10 Minuten Fragen von der Jury an die Teams gestellt.

Zwei Tipps für die Gründer, die vor der Jury präsentieren:

  1. vorab einen Präsentationsworkshop besuchen. Dort kann die eigene Präsentation in geschütztem Raum gut geübt werden.
  2. ein Exponat mitbringen. Bei 20 verschiedenen Präsentationen bleibt ein Team mit einem Exponat immer gut in Erinnerung.
Als start2grow in 2001 gestartet ist, war das Thema Gründung oder Startup-Kultur hier im Ruhrgebiet noch nicht so wirklich ausgeprägt. Was hat sich Ihrer Einschätzung nach in den vergangenen Jahren getan?

Heute haben wir in Dortmund eine Sensibilisierung für das Thema durch die Hochschulen, zudem gibt es eine größere Medienaufmerksamkeit durch Startup-Geschichten oder auch Formate wie „Die Höhle der Löwen“ auf VOX.

Dortmunder, die sich selbstständig machen möchten, finden schnell Seminare, Qualifizierungsmaßnahmen und auch Veranstaltungen, um sich auszutauschen und schlau zu machen.

Waren diese Bausteine in 2001 noch von institutionellen Partnern getrieben, gibt es heute auch eine Menge privater Initiativen. Zum Beispiel die Angebote des WorkInn oder das Startup Kickerturnier von KMU Digital.

Was sind für Sie persönlich die Highlights aus den vergangenen Jahren start2grow, die Sie als Teamleiterin mit dabei sind?

Wenn ich Highlights hervorhebe, wird der Alltag so unsichtbar. Im „Gründungsgeschäft“ ist aber der Alltag total dominierend. Eigentlich sind es immer die gleichen Inhalte und dieselben Leute, die zusammen kommen: nur die Gründer sind immer andere.

Etwas ganz Besonderes in meinem Alltag ist die Tatsache, dass das Team der Wirtschaftsförderung nicht müde wird, das Thema immer wieder neu zu erfinden und immer wieder zu schärfen und zeitgemäß anzupassen – das ist absolut nicht selbstverständlich und für mich ein Highlight.

Ansonsten sind Highlights natürlich eine Location zu bespielen wie das VIEW im Dortmunder U, einen Unternehmer zu begleiten wie ShopCo, der viele Millionen Venture Kapital eingesammelt hat oder dass nach einer Veranstaltung wie start2grow-Camp die auswärtigen Gründer die Stadt erobern und ohne unsere Begleitung oder Anregung am Gänsemarkt versumpfen 

Und was sind die größten Erfolgsgeschichten, die start2grow hervorgebracht hat?

Zwei Geschichten: über 1.800 Gründungen und über 6.200 geschaffene Arbeitsplätze!

Jede Gründungsgeschichte ist einzigartig und wurde von uns komplett anders betreut und begleitet! In den meisten Fällen konnten wir einen kleinen Betrag zur Gründung leisten – das macht mich sehr stolz!

Was wünschen Sie sich vom aktuellen Wettbewerb und von der Zukunft von start2grow?

Aktuell wünsche ich mir ein rauschendes Abschlussfest auf der Santa Monika am 5. Juli mit anschließender Berichterstattung in lokalen und überregionalen Medien!

Und für die Zukunft wünsche ich mir ausgeglichene TOP 20 Teams: 50 % Männer und 50 % Frauen!


 Mehr Infos findet Ihr bei start2grow im Web.

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