Gründer und Startups

SellUp – Mit cloudbasierter Lösung der Kaltakquise neuen Schwung geben

SellUP-Gründer und Experten in Sachen Kaltakquise: Nikolas Schran und Michael Kreider

Die beiden SellUp-Gründer Nikolas Schran (l.) und Michael Kreider (Foto: SellUp)

„Wir wollen dem unbeliebten Thema Kaltakquise am Telefon wieder neuen Schwung geben“

Neukunden mit Kaltakquise am Telefon zu gewinnen ist bei den wenigsten Gründern und Startups ein beliebtes Thema. Mit seiner cloudbasierten Lösung eyeCall will das Bochumer Startup SellUp die Neukundengewinnung am Telefon revolutionieren. Wie genau, das erklärt Co-Founder Nikolas Schran bei uns im Interview.

Außerdem erfahrt Ihr etwas über

  • die B2B-Marketingstrategie von SellUp
  • die größte Herausforderung und wie das Team damit umging
  • Tools, mit denen das Team arbeitet
  • das wichtigste Learning der Gründer

Hallo Nikolas, Du bist Co-Founder von SellUp. Erzähl mal, seit wann es Euch gibt und was Ihr macht.

SellUp wurde Sommer 2016 von mir und Michael Kreider gegründet und startete wie die meisten Startups erstmal als Zwei-Mann-Betrieb.

Michael und ich haben bereits bei unserem früheren Arbeitgeber im Vertrieb sehr eng zusammengearbeitet. Ausgangspunkt für unsere Geschäftsidee war genau diese gemeinsame Zeit, in der wir dort als stellvertretender Vertriebsleiter und als Leiter eines 18-köpfigen Vertiebsteams tätig waren.

Wir beschäftigen uns mit der Frage, wie man dem unbeliebten Thema der Kaltakquise am Telefon wieder neuen Schwung geben kann und somit die Effizienz des Vertriebes in deutschen Unternehmen steigert. Dabei kann und sollte das Thema Vertrieb Spaß machen.

Wir beide haben jahrelang selber sprichwörtlich an der Strippe gehangen und wollen mit SellUp auch andere Firmen an unserer Erfahrung teilhaben lassen. Daher bieten wir, neben unserem Produkt eyeCall, auch noch Vertriebscoaching für Startups an.

Erzähl ein bisschen mehr über Euer Produkt eyeCall. Was ist die Idee dahinter und wie ist die Idee entstanden?                   

eyeCall ist eine cloudbasierte Digitallösung zur Neukundenakquise, welche alle Vorteile der Videokommunikation in sich vereint.

Bisherige Lösungen aus diesem Bereich sind für die klassische Kaltakquise nicht nutzbar, da der Kunde zunächst etwas installieren muss und dies Hürden auf-, statt abbaut. Genau hier setzte auch unsere Geschäftsidee an, eine Technologie zu entwickeln, die der Kaltakquise ermöglicht, sofort wesentlich persönlicher, frischer und moderner zu sein.

Das Ganze funktioniert so:

Bei eyeCall meldet sich der Verkäufer klassisch telefonisch bei seinem potentiellen Kunden und bittet ihn, eine individuell für ihn generierte Domain in den Browser einzugeben. Ohne, dass eine Installation notwendig wird, sieht der Kunde dann seinen Gesprächspartner und wird von ihm digital durch das Produkt geführt.

Voraussetzung einer problemlosen eyeCall-Nutzung ist lediglich eine stabile 16 Mbit Internetverbindung und die aktuelle Version einer der gängigen Internetbrowser.

Wir ermöglichen Unternehmen so ihrem Vertrieb ein Gesicht zugeben – und zwar ihres.

Wer ist Eure Zielgruppe und wie macht Ihr Euch bekannt bzw. was ist Eure Marketingstrategie?

Bei der Zielgruppe von eyeCall handelt es sich insbesondere um Unternehmen, die im B2B-Geschäft tätig sind und erklärungsbedürftige Produkte oder Dienstleistungen anbieten. Mit Hilfe unserer interaktiven Videolösung ist es diesen Unternehmen möglich, ihre Kunden bereits im Erstgespräch persönlich durch ihr Leistungsangebot zu führen.

Marketing im B2B-Markt ist anders zu betrachten als im B2C-Geschäft. Wir haben uns dafür entschieden, auf ausgewählten Social-Media-Kanälen vertreten zu sein und einen eigenen Blog zu betreiben. Durch relevanten und interessanten Content legen wir unseren Fokus auf organische Suchergebnisse anstatt viel Geld in klassische Werbemaßnahmen zustecken.

Erzähl ein bisschen mehr über euren Blog. Was waren die Gründe dafür und was versprecht Ihr Euch davon?

Unser zweites Standbein neben eyeCall ist das Vertriebscoaching für Startups und in diesem Zusammenhang veröffentlichen wir immer Mittwochs auf unserem Blog: vertriebscoaching.de Einträge zu dem Thema Vertrieb oder Startup.

Uns war der Blog sehr wichtig, da wir andere Startups und Vertriebs-Interessierte an unseren Erfahrungen teilhaben lassen wollen. Natürlich soll der Blog auch unser Know-How darstellen, denn hinter SellUp steht ein Team mit langjähriger Erfahrung im Vertriebswesen.

Das Team von SellUp aus Bochum

Das SellUp-Team wächst (Foto: SellUp)

Wer gehört zu Eurem Team, was ist Euer Background und wie habt Ihr Euch gefunden?

Uns war von vornherein bewusst, dass unsere Vision nicht in dem Zwei-Mann-Betrieb funktionieren kann.

Mittlerweile sind wir ein Team von Sieben, das in näherer Zukunft weiter wachsen wird. Festangestellt ist ein Vertriebsmitarbeiter, der durch einen Werkstudenten unterstützt wird. Desweiteren sind unsere Abteilungen “Marketing & PR” und “Produktentwicklung” ebenfalls mit Werkstudenten besetzt.

Der jeweilige Background ermöglicht selbständiges Arbeiten auf hohem Niveau. Das Engagement und der Einsatz unseres Teams bestätigt uns in unserem Vorgehen auf junge und dynamische Menschen zubauen.

Da uns das Zusammenspiel gerade in einem kleinen Team wie bei uns enorm wichtig ist, haben wir lange Gespräche mit unseren Bewerbern geführt und uns schlussendlich für genau die Richtigen entschieden. Gerade im Personalbereich profitieren wir extrem von der guten Hochschullandschaft im Ruhrgebiet.

Wie finanziert Ihr Euer Startup?

Wir hatten das Glück von Anfang an ein kleine Gruppe an Investoren an unserer Seite zu haben. Uns war extrem wichtig nicht nur finanzielle Unterstützung zu erfahren, sondern auch für alle entstehenden Rückfragen einen kompetenten Ansprechpartner an unserer Seite zu wissen.

Glücklicherweise kennen wir unsere Unterstützer schon eine ganze Zeit. Ich glaube behaupten zu können, dass dies eine sehr partnerschaftliche, faire und offene Beziehungen miteinander ist.

Wo steht Ihr gerade und was sind die nächsten wichtigen Meilensteine?

Unser Produkt eyeCall ist jetzt seit ein paar Wochen fertig und steht bereits einigen Nutzern zur Verfügung. Das Feedback könnte hier kaum besser sein, auch wenn wir natürlich immer weiter am Produkt feilen werden.

In unserer Schublade, die den Namen “Weiterentwicklung” trägt, liegen noch etliche Features, die wir gerne implementieren möchten. Dazu werden wir in den kommenden Monaten noch viel brainstormen, um zu definieren, welche Schritte die nächsten sind.

Im Kern konzentrieren wir uns aber immer darauf, dem Kunden das beste Produkt zu bauen. Wenn wir das hinbekommen, werden wir immer mehr Erfolg haben, da bin ich sicher.

Worin seht Ihr Eure besondere Herausforderung und wie geht Ihr damit um?

Tatsächlich war für uns als Vertriebsunternehmen eine der größten Herausforderungen, unseren ersten Mitarbeiter für den Verkauf einzustellen. Erst nach etlichen Gesprächen konnten wir den perfekten Kandidaten finden, der glücklicherweise genauso viel Interesse an uns hatte, wie wir an ihm.

Nun gilt es diesen Bereich weiter auszubauen, aber auch diese Herausforderung werden wir meistern.

Kalle, der Bürohund bei SellUp

Bürohund Kalle (Foto: SellUp)

Welche Tools nutzt Ihr in Eurem Arbeitsalltag?

Wir haben uns vor kurzem für Pipedrive entschieden, und es gilt nun damit unseren Arbeitsalltag einfacher zu gestalten.

Ansonsten sind noch verschiedene andere Tools aktuell im Gespräch, wo uns der Besuch bei der CeBIT und ein gutes Stück weiter gebracht hat. Darüberhinaus sind wir Slack-Fans, nutzen GoogleDrive und Asana.

Was war bisher Euer wichtigstes Learning als Startup-Gründer?

Einfach machen.

Die Bürokratie ist in Deutschland immer noch ein riesengroßes Problem für Startups, da hier die meiste Zeit schlichtweg verloren geht. Gerade zu Beginn unserer Tätigkeit wollten wir einfach losrennen und die Welt von unseren Produkt überzeugen, so wie wir es schon mit unseren Investoren hinbekommen haben.

Daher unser Tipp: Einfach starten. Denn aller Anfang ist schwer und diesen immer weiter rauszuzögern, verlagert die vorprogrammierten Probleme nur nach hinten.

Was wünscht Ihr Euch für die Zukunft Eures Startups?                   

Wir wollen den bis dato sehr angestaubten Vertrieb in Deutschland nachhaltig beeinflussen. Wenn wir den Verkauf modernisiert bekommen, haben wir schon einiges geschafft.

Das alles wird aber nur dann funktionieren, wenn wir das Produkt stetig ausbauen und uns dabei immer am Interesse unserer Kunden orientieren.


Videotipp: Im Video-Interview bei den Steadynews erzählen die beiden SellUp-Gründer, wie Startups den Vertrieb organisieren.

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