Gründer und Startups

Schlafen will gelernt sein – in der Schlafschule Unna

Schlafschule Unna

Die Schwestern Dorothe Schabsky und Konstanze Wortmann gründeten 2010 die Schlafschule Unna. (Foto: Carmen Radeck)

Beruflich einen gemeinsamen Weg gehen

Beruflich einen gemeinsamen Weg einzuschlagen – diese Idee hegten Psychotherapeutin Konstanze Wortmann und ihre Schwester Dorothe Schabsky, Entspannungs- und Heilpädagogin, schon eine ganze Weile. Konkret wurde der Plan, als Konstanze Wortmann bei ihrer Arbeit mit Stress- und Burn-Out-Patienten immer häufiger auf den Zusammenhang stieß, dass die ersten Anzeichen für die Erschöpfung mit schlechtem Schlaf oder Schlaflosigkeit einhergingen.

“Da entstand bei uns die Idee, präventiv etwas für die Menschen anzubieten, damit sich der Zustand gar nicht erst manifestiert”, sagt Dorothe Schabsky. Denn auch heutzutage ist für viele der Gang zum Psychotherapeuten immer noch mit einer großen Hemmschwelle verbunden. “Zudem liegt beispielsweise hier in Unna die Wartezeit auf einen Therapieplatz bei einem Jahr”, sagt Konstanze Wortmann.

Das Konzept: Gut zu schlafen kann man lernen

Schlafschule Unna

Nicht nur Gruppenunterricht, auch Einzelbehandlungen werden in der Schlafschule angeboten. (Foto: Carmen Radeck)

Aus diesem Bedarf und ihren beruflichen Kompetenzen entwickelten die beiden Schwestern ein Konzept, Menschen mit Schlafstörungen beizubringen, wie sie wieder gut schlafen können und damit dem Stress schon im Vorfeld den Wind aus den Segeln zu nehmen. Denn Stress, sagt Konstanze Wortmann, sei zwar ein Schlafkiller, umgekehrt sei Schlaf aber auch ein Stresskiller.

Und weil guter Schlaf erlernbar ist, entstand die Idee, eine Schlafschule zu gründen. Im Gegensatz zum Schlaflabor mit seinem medizinischen Ansatz setzen Dorothe Schabsky und Konstanze Wortmann mit ihrer Schlafschule auf Wissensvermittlung, Verhaltensänderung und das Erlernen verschiedener Entspannungsmethoden, um die Schlafprobleme in den Griff zu bekommen.

Aller Anfang ist schwer

Mit diesem Konzept rannten sie besonders bei Ärzten offene Türen ein. Die empfahlen ihren Patienten lieber, den „Schlafkurs kompakt“ zu besuchen, als Schlaftabletten zu verschreiben. Doch gerade Menschen mit Schlafstörungen, das Klientel also, das die beiden Schwestern mit ihrer Schlafschule erreichen wollten, ließen zunächst auf sich warten. Auch, weil sie nach vielen Versuchen nicht glauben konnten, dass nun dieses Angebot ihnen helfen würde, meint Konstanze Wortmann.

„Schlafgestörte Menschen sind zwar ein schwieriges, aber ein tolles Klientel“, sagt Dorothe Schabsky. Haben sie sich nämlich erstmal auf das Konzept der Schlafschule eingelassen und merken, dass es funktioniert, „dann sieht man dieses Strahlen in den Augen“, erzählt die Entspannungspädagogin. Und das spricht sich herum.

Das Konzept kommt an

Inzwischen kommen „Schlafschüler“ aus ganz NRW bis hin nach Baden-Württemberg nach Unna in die Schlafschule. Zudem bieten Dorothe Schabsky und Konstanze Wortmann ihr Konzept auch in Unternehmen an. „Wir sind zwar noch nicht ganz dort angekommen, wo wir hin wollen,“ sagt Konstanze Wortmann, „doch wir sind auf einem guten Weg.“

Schlafschule Unna

www.schlafschule-unna.de

Unna

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