Gründer und Startups

Ruhrsource: „Wir entwickeln das ‚MS Word‘ für den 3D-Druck“

Ruhrsource Rheinland Pitch

Der Rheinland-Pitch ist nur ein Wettbewerb, den das Team von Ruhrsource für sich entschied: (v.l.n.r. Christopher Maiwald, E. Christian Fleischmann, Dominik Halm (Foto: Ruhrsource)

Ruhrsource im Interview: 3D-Druck leicht gemacht

Von Carmen Radeck

Ob StartupExpo, Rheinland-Pitch, BAARsuccess oder Startup Night Zollverein – die Jungs von Ruhrsource sind auf fast jedem Startup-Event anzutreffen. Bei ihrem Startup dreht sich alles um 3D-Druck. Im Interview erklärt Co-Founder Christian die Idee hinter Ruhrsource.

Hallo Christian. Rheinland-Pitch gewonnen, Zeche Neuland Pitch gewonnen. Eure Idee überzeugt offenbar. Erklär mal, was Ihr mit RUHRSOURCE anbietet.

Hallo Carmen und herzlich willkommen in unserem „Aufzug“: Wir entwickeln das „MS Word“ für den 3D-Druck. Unser Ziel ist es, den 3D-Druck für jedermann so einfach zu gestalten, wie drucken auf einem weißen Blatt Papier.

Hierfür entwickeln wir unter anderem branchen- und produktorientierte CAD-Assistenten, wobei unsere erste Zielgruppe die Architekten sind. Mit unserer Lösung werden Architekten ihr gedrucktes Modell von heute auf morgen in der Hand halten.

Wie ist die Idee zu RUHRSOURCE entstanden?

Wir alle kommen aus der CAD-Software-Branche, haben uns natürlich auch für ihre Zukunft interessiert und dabei den 3D-Druck und sein unendliches Potenzial für uns entdeckt. Durch unsere langjährige Erfahrung, haben wir einige Probleme in der Verwendung von aktueller 3D-CAD-Software identifiziert.

Auf Eurer Website beschreibt Ihr Euch als Industrie Veteranen mit Erfahrung. Welchen Background haben denn Eure Teammitglieder und wie habt Ihr Euch zusammengefunden?

Wir drei haben uns bei unserem alten Arbeitgeber gefunden, einem Hersteller von CAD-Software. Dominik arbeitete seinerzeit im Verkauf, Chris war 3D-Entwickler und ich war fürs UI-Design und Projektmanagement verantwortlich.

Ursprünglich (2003) komme ich aus der Games-Branche, bin gelernter Anwendungsentwickler, habe aber die meiste Zeit als Designer, unter anderem im Marketing, gearbeitet. Chris hat schon in jungen Jahren Visualisierungen für den Maschinenbau programmiert, studierte Informatik und arbeitete letztendlich als 3D-Entwickler. Dominik ist gelernter Kommunikationstrainer und bereits seit 2002 im Sales-Bereich als Key-Account-Manager tätig. Zusammen kommen wir also auf mehr als 30 Jahre Branchenerfahrung.

Wann habt Ihr gegründet und was waren Eure ersten Schritte, wie seid ihr an das Projekt Gründung herangegangen?

Das Projekt haben wir im Juli 2015 ins Leben gerufen. Wir sind die Thematik klassisch angegangen: Marktanalyse, Zielgruppenbefragung, Partnersuche, Businessplan schreiben und natürlich Prototyp-Entwicklung. Aktuell befinden wir uns in Gesprächen mit potenziellen Investoren. Die eigentliche Gründung mit einer Rechtsform steht allerdings noch aus, jedoch wird es entweder eine UG oder GmbH.

Was waren die größten Schwierigkeiten/Herausforderungen, mit denen ihr bisher zu tun hattet und wie geht ihr mit solchen Situationen um?

Schwierigkeiten? Nein. Herausforderungen, ja: Wie für fast jedes Startup, ist auch bei uns die bisher größte Herausforderung die Finanzierung des Vorhabens. Aber wir haben gemerkt, eine gute Planung und Vorbereitung ist der Garant für den Erfolg.

Was sind deine wichtigsten Learnings als Gründer bisher?

Ums mit den Worten von Vidar Andersen, unserem Pitch-Coach, zu sagen: „NO BULLSHIT PROJECTION!“ 😀 Und da ist was Wahres dran. Es hat mehrere Bedeutungen. Zum einen heißt es, weniger mit Glaskugel-Prognosen um sich zu werfen, sondern Beweise zu liefern und zum anderen sich selbst treu zu bleiben und authentisch zu sein. Das Bewusstsein darüber hilft ungemein, nicht den Boden unter den Füßen oder das Ziel vor Augen zu verlieren.

Für welche Rechtsform habt Ihr Euch entschieden und aus welchen Gründen?

Wie schon gesagt, wird eine UG oder GmbH gegründet. Da wir drei Gründer sind, macht es am meisten Sinn eine Gesellschaft zu gründen. Davon ab: Ernst Christian Fleischmann, geb. Urginus – Dominik Halm – Christopher Maiwald GbR wäre für jede Visitenkarte viel zu lang. 😉

Ihr sucht gerade nach einem Investor. Wofür würdet ihr Fremdkapital einsetzen?

Damit gehen wir ganz offen um. In unserem Pitch-Deck heißt es: Hardware, Software und Liquidität zur Erlangung der Marktreife (Mitte 2016).

Euer Firmensitz ist in Bochum. Wie fühlt Ihr Euch als Startup im Ruhrgebiet aufgehoben? Ist der Pott ein guter Ort zum Gründen?

Definitiv. Schon durch unseren Namen signalisieren wir Lokalpatriotismus. Es ist unverkennbar ein Wortspiel: Ruhr+Quelle, „Source“ im Englischen und Umgangssprachlich für Quelltext oder Programmcode. Davon ab befinden wir uns in der deutschen CAD-Hochburg und fühlen uns somit gut aufgehoben. Wir streben des Weiteren auch an, neben dem internationalen Vertrieb unserer Produkte, international das Ruhrgebiet als attraktiv für Hightech-Startups zu machen.

 

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