Gründer und Startups

neomatt: Eigene Ideen umsetzen und sehen, wie sie sich entwickeln

neomatt_dirk

neomatt-Gründer Dirk Pessarra in seinem Büro im Essener comIn. (Foto: Carmen Radeck)

Was zählt, ist die Anwendung, nicht das Gerät

Von Carmen Radeck

Während neomatt-Gründer Dirk Pessarra und ich uns an einem späten Nachmittag durch die Reservierungsplattform vom Essener Technologiezentrum ETEC klicken und verschiedene Buchungen von Seminarräumen simulieren, verabschieden sich Dirks Mitarbeiter langsam in den Feierabend.

rAPPit heißt das Framework, das das Team der neomatt GmbH die letzten beiden Jahre entwickelt hat und auf dem alle Software-Produkte des Essener Startups basieren. So auch die Reservierungssoftware oodra. Vor ein paar Wochen kam sie zu ihrer ersten Anwendung im ETEC und sorgt dort für komfortable Online-Reservierung der verschiedenen Seminar- und Konferenzräume samt Beamer oder Stühlen.

Das eigene professionelle Software-Haus

Im “comIn start”, dem Kompetenzzentrum für Kommunikation und Informationstechnologie in Essen, hat Dirk sich eine schicke Webschmiede eingerichtet mit mehreren Arbeitsplätzen, Kickertisch und lässiger Sitzecke – das Logo prangt groß an der Wand. Wie ein professionelles Softwarehaus aussehen muss, das weiß Dirk Pessarra aus Erfahrung. Bevor er vor zwei Jahren mit Anfang vierzig sein Unternehmen neomatt gründete, arbeitete der Diplom-Informatiker über zehn Jahre in einer großen Essener Softwarefirma – mit Positionen vom Business-Analysten über Projektleiter von Entwicklungsteams bis hin zum Chefarchitekten von Gesamtprojekten.

“Ich wollte mich immer schon selbstständig machen”, erklärt Dirk seinen Schritt ins Unternehmertum. “Das reizvollste für mich ist dabei, die eigenen Ideen umsetzen zu können, wie jetzt unser Framework. Das macht einfach Spaß zu sehen, wie es entsteht und sich dann weiterentwickelt.“

Das gilt auch für die nächste Idee, an der das neomatt-Team gerade arbeitet: „Wir wollen einen Service anbieten, mit dem Web-Anwendungen auf Basis einer Modell- oder Oberflächenskizze in kürzester Zeit entwickelt werden können”, erläutert Dirk das aktuelle Projekt.

Cloud-Computing liegt im Trend

neomatt oodra

Eine Anwendung für jedes Gerät. neomatts Reservierungs-Software oodra im Einsatz. (Foto: Carmen Radeck)

Web-Apps zu entwickeln, die man plattform- und geräteunabhängig nutzen kann, das war von Anfang an der Plan für die Produktentwicklung seines eigenen Startups. „Ich bin immer von der Anwendung ausgegangen, nicht von den einzelnen Plattformen wie iOS oder Android“, sagt Dirk. Eine Anwendung oder App sollte seiner Meinung nach so gestaltet sein, dass sie von vornherein auf jedem Gerät – ob mobil oder Desktop – komfortabel nutzbar ist.

Deshalb setzte bei der Entwicklung von vornherein auf Web-Anwendungen, die in der Cloud oder auf einem Server gespeichert werden und nicht auf dem lokalen Speicher der einzelnen Geräte. “Der derzeitige Trend des Cloud-Computing spielt uns da in die Karten.”

Besondere Herausforderung: Die Vermarktung

Vor allem für Business-Anwendungen ist das Framework gedacht und dabei  besonders auch für Startups interessant. „Da es viele Querschnittsfunktionen eines webfähigen Mandanten- und Content-Management-Systems vereint, können Startups damit schnell und kostengünstig ihre Ideen entwickeln und umsetzen.“

Nach dem Entwicklungsprozess und dem ersten Einsatz des Frameworks steht für Dirk und sein Team jetzt die Produktvermarktung auf dem Programm. “Unsere Software kann eigentlich in jeder Branche eingesetzt werden”, sagt Dirk. Das macht die Vermarktung für ihn zur besonderen Herausforderung.

Hinterlasse einen Kommentar

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklärst du dich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr erfahren

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close