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Mit der IHK zu den Startup-Metropolen in China

(Foto: Adi Constantin via unsplash.com)

China: Startup-Boom im Reich der Mitte

Von Dominik Stute

China wird immer mehr zur Wirtschaftsmacht – auch im Bereich von Startups und Digitalisierung.

Alleine die Zahlen sind unglaublich: Unter den rund 1,4 Milliarden Chinesen gibt es über 800 Millionen Internet- und 700 Millionen Smartphone-Nutzer. 2017 soll es in ganz China mehr als sechs Millionen Startups gegeben haben. Also fast doppelt so viele Startups wie Berlin Einwohner hat.

Nach den USA weist China mit 80 die weltweit zweitgrößte Anzahl an Einhörnern* auf. Beim Venture-Capital ist China bereits auf Platz 1: Laut den neuesten Zahlen von Januar bis April 2018 wurden in den USA 9,4 Mrd. US-Dollar an Risikokapital investiert, in China 15,6 Mrd. US-Dollar.

Doch was sind die Grundlagen dieses Erfolges?

Treiber ist vor allem die chinesische Bevölkerung, die sehr technikaffin ist und der Digitalisierung des Alltags positiv gegenübersteht. Bargeldloses Zahlen wird in China beispielsweise immer mehr zum Standard.

Selbst auf Wochenmärkten kann man teilweise kleinere Beträge ausschließlich per App bezahlen. Gleichzeitig sind chinesische Tech-Giganten wie Alibaba oder Tencent auf dem Vormarsch und beflügeln neue Innovationen.

Die Zentren des Startup-Ökosystems sind Shanghai, Peking und Shenzhen.

Im „Global Startup Ecosystem Report 2017“ von Startup Genome landet Shanghai im weltweiten Vergleich auf Platz 8. Neben der Wirtschaftskraft der Stadt ist gerade aus Sicht deutscher Startups interessant, dass sich bereits mehrere Tausend deutsche Unternehmen im Umfeld angesiedelt haben.

Shenzhen liegt vor den Toren Hongkongs, gilt als weltweit führender Hub für Hardware und ist einer der dynamischsten (Startup-)Märkte der Welt. Unternehmen wie Huawei (zweitgrößter Smartphone-Hersteller der Welt), ZTE (Telekommunikationstechnik) sowie der Technologieriese Tencent (Marktführer im Social Media- und Gaming-Bereich) sorgen dafür, dass Shenzhen international in den Fokus rückt.

Peking gilt als führend in den Bereichen e-commerce und Social Media und beheimatet alleine 29 der 80 chinesischen Einhörner.

Wer sich als Startup für China interessiert, hat aktuell gleich zwei Möglichkeiten:

  1. Wer „nur mal schnuppern“ möchte, ist am 30. Januar 2019 um 16:00 Uhr herzlich dazu eingeladen, an der kostenfreien Veranstaltung „China: Chancen und Risiken für Startups – Wie Ihr vom Startup-Boom im Reich der Mitte profitieren könnt“ teilzunehmen. Dort berichten Experten der AHK Greater China über die Szene vor Ort und ein Startup erzählt von seinen persönlichen Erfahrungen in China.

Hier geht es zum Programm und zur Anmeldung.

  1. Wenn man China live erleben will, kann man vom 24. bis 29. März 2019 an einer vom Land NRW geförderten Reise nach China (Shanghai & Shenzhen) teilnehmen. Dort lernt man in Workshops mehr über den Markteinstieg, trifft beim Networking-Event den deutschen Mittelstand und kann sich bei einem großen Pitchevent vor potenziellen Kunden und möglichen Investoren präsentieren.

Das komplette Reiseprogramm gibt es hier.


* Als Einhorn (engl. „Unicorn“) werden Startups mit einer Bewertung von über 1 Milliarde Dollar bezeichnet.

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