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Jamata Events aus Lünen sichert sich 6-stelliges Seed-Investment

Jamata Gründerteam
Die Jamata-Gründer (v. l.) Dietmar Bramsel, Stefan Gajewski und Sebastian Pasuto (Foto: Jamata Events)

Jamata Events erhält Finanzierung aus NRW.SeedCap Digitale Wirtschaft

Mit seiner Online-Plattform für Events hat das Startup Jamata gerade einen sechsstelliges Seed-Investment eingesammelt.

Gemeinsam mit einem Business Angel beteiligt sich die NRW.BANK mit ihrem Förderprogramm „NRW.SeedCap Digitale Wirtschaft“ an dem Startup aus Lünen.

Im Interview erzählt Gründer und Geschäftsführer Stefan Gajewski, wie es zu dem Investment kam und welche Schritte nötig waren.


Hallo Stefan, Glückwunsch, Du hast mit dem Beteiligungsprogramm „NRW.SeedCap Digitale Wirtschaft“ einen sechsstelligen Betrag für Jamata Events eingesammelt. Wie kam es dazu?

Nach der gemeinsamen Gründung von Jamata in 2016 haben wir uns unterschiedliche Finanzierungs- und Beteiligungsprogramme angesehen, an verschiedenen Pitches teilgenommen und auch eine Reihe von Business Angel-Gesprächen geführt.

Wir sind bei der Recherche dann auf die Gründerberatung gestoßen und haben unser Geschäftsmodell von der NRW.Bank prüfen lassen. Hier kam der entscheidende Hinweis auf das SeedCap Programm.

Was hat das Programm für Euch interessant gemacht?

Wir waren positiv angetan von der Unterstützung der NRW.Bank. Trotz aller Bürokratie war die Abwicklung unkompliziert und ging schnell vonstatten.

Das Programm ist inhaltlich ebenfalls reizvoll: Die NRW.Bank beteiligt sich zu gleichen Konditionen wie ein Business Angel. Das entlastet entweder den Business Angel oder steigert das Investment.

War es schwierig oder aufwändig, die Finanzierung bewilligt zu bekommen – was musstet Ihr dafür tun? 

Die Prüfungen auf Seiten der NRW.Bank bestanden aus mehreren Schritten: Das Kennenlernen des Gründerteams, Prüfung des Geschäftsmodells und des Business Plans und mehreren Gesprächen zur Prüfung der Plausibilität.

Nach der Zusage ging es dann ans Vertragswesen.

Insgesamt hat uns der Prozess ungefähr 6 Monate beschäftigt.

Deutlich schwieriger war das Gewinnen des Business Angels. Wir haben ja bereits einige Gespräche hinter uns und es gab erschreckender Weise kaum Gemeinsamkeiten bei der Beurteilung durch einen (Privat-)Investor.

Was dem Einem wichtig war, spielte für den anderen keine Rolle.

Letztendlich war es bei uns so, dass neben der Aussicht auf Rendite unsere Werte und unternehmerisches Denken die Erfolgsfaktoren waren.

Welche Bedingungen sind an den Finanzierung gekoppelt?

Nach Gründung hat das Startup 18 Monate Zeit, sich für das SeedCap Programm anzumelden. In diesem Zeitraum muss auch der Lead-Investor gefunden werden.

Wir hatten nach der Programmanmeldung nur noch 12 Monate Zeit, das ist nur ein gefühlter Augenblick.

Ohne einen Investor bzw. Business Angel, wäre die Finanzierung mittels NRW Bank eben nicht möglich.

Wofür wollt Ihr die Förderung nutzen?

Primär entwickeln wir unsere Web-Plattformen und die App „Make my Weekend“ weiter und setzen Formate mit Partnern und Multiplikatoren auf.

So gibt es bald eine API / Schnittstelle für Veranstaltungen, die auch dritte Dienste nutzen können.

Wer also eine Veranstaltungs-App entwickeln will, kann die Veranstaltungsdaten direkt von uns nutzen.

Jamata ist ja ein Projekt, mit dem Du schon länger unterwegs bist. Wo stehst Du gerade und was sind die nächsten Pläne und Meilensteine?

Wir stehen gerade an einem Punkt, wo wir Jamata von einer Produktidee zu einer Geschäftswelt machen.

Wir setzen nicht mehr auf eine Idee, sondern auf mehrere unternehmerische Standbeine. Dazu gehören die angesprochene Schnittstelle, mehrere Dienste und Services rund um Veranstaltungen.

In den nächsten Schritten geht es darum, diese Geschäftsmodelle zu etablieren und auszubauen. Wir setzen dabei stärker auf Partnerschaften, als auf Marketing.

Nächstes Jahr werden wir in die nächste Finanzierungsphase gehen um Reichweite und Bekanntheit zu erlangen.

Wem würdest Du NRW.SeedCap als Finanzierungsform empfehlen?

Startups in der Seed-Phase mit einer digitalen Geschäftsidee, die ein Investment von 100.000 bis 300.000 Euro benötigen um das Wachstum anzuschieben und die danach eine weitere Runde anstreben.

Geschrieben von
Carmen Radeck

Carmen Radeck ist Journalistin und Gründerin von RuhrGründer. Ihre Leidenschaft ist es, Geschichten von Menschen zu erzählen, die ihr eigenes Ding machen, dafür brennen und bereit sind, jedes Risiko einzugehen.
So entstand die Idee zum Gründerblog RuhrGründer, der 2014 mit Storys über Gründer und Startups aus dem Ruhrgebiet online ging und sich inzwischen zum Szene-Portal entwickelt hat. Als Mit-Initiatorin der Datenbank StartupsRuhr.de und von Events wie dem RuhrSummit und den Fuckup Nights Ruhrgebiet ist sie aktiver Bestandteil der Gründerszene Ruhr.
Carmen berät Unternehmen in Sachen Content Marketing und Social Media. Sie kommt aus Essen, lebt in Kamen und ist im Ruhrgebiet zuhause.

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Geschrieben von Carmen Radeck