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Interview: Als Ruhrpott-Startup in die USA

NY_StatueExklusive Reise mit der IHK in die Venture Capital Szene von New York City

Von Carmen Radeck

Im November haben Startups aus dem Ruhrgebiet und NRW die Möglichkeit die Venture Capital Szene in New York City hautnah kennenzulernen. Die IHK organisiert zusammen mit der TU Dortmund und dem TechnologieZentrum Dortmund eine einwöchige Reise in die USA. Im Interview mit IHK Referent Dominik Stute erfahrt Ihr, wie Ihr mit Eurem Startup dabei sein könnt.

Hallo Herr Stute, im November ist die IHK zu Dortmund Mitveranstalter einer ganz speziellen Reise für Hightech- und IT-Startups aus NRW. Es geht nach New York City. Erzählen Sie mal, was es damit auf sich hat.

Dominik Stute IHK Dortmund

Dominik Stute (Foto: IHK)

Mit dieser vom Land NRW geförderten Reise bieten wir Startups die einmalige Gelegenheit, den US-Markt und die boomende Startup-Szene New Yorks kennenzulernen und vor Ort erste wichtige Kontakte zu Investoren, Behörden und anderen Startups zu knüpfen.

Gerade Startups aus dem Hightech-, IKT- und Gamingbereich möchten ab einem gewissen Punkt mit ihrer tollen Idee oder ihrem herausragenden Produkt auch international expandieren. Für solche Expansionsvorhaben braucht es Geld und hier bietet New York mit die besten Chancen. Denn nirgendwo tummeln sich mehr finanzkräftige Venture Capital Investoren als in den USA. Man muss sich vorstellen, dass im letzten Jahr unglaubliche 50 Milliarden Euro an Venture Capital Investitionen in den USA getätigt wurden. Mit der Reise sollen die Teilnehmer an diesen riesigen Markt herangeführt werden.

Für welche Startups ist diese Reise interessant?

Die Teilnehmer müssen ein prinzipielles Interesse am US-Markt haben und konkrete Expansionspläne verfolgen. Und sie sollten aus dem IKT-, dem Gamingbereich oder sog. Hightech-Branchen stammen. Unter Hightech verstehen wir innovative Unternehmen aus dem Umfeld Biotechnologie, Pharma, Cleantech und Energie.

Müssen sich die Startups um die Plätze bewerben? Wie sieht’s mit den Teilnahmebedingungen aus?

Die Startups müssen sich nicht bewerben, aber gewisse Kriterien zur Teilnahme erfüllen. Es sollten konkrete Expansionspläne bestehen, die zumindest perspektivisch auch auf die USA ausgerichtet sind. Denn das ist für die Investoren, die unsere Teilnehmer vor Ort treffen werden, ein wichtiges Kriterium. Darüber hinaus sollten sich die Startups schon teilweise auf dem deutschen Heimatmarkt etabliert haben, gewisse Umsätze generieren und bestenfalls bereits ein Seed Investment erhalten haben.

Startup und USA – da denkt man sofort ans Silicon Valley. Welche Bedeutung hat New York in dieser Hinsicht?

New York ist nach dem Silicon Valley DER aufstrebende Standort für internationale Gründer. Die Stadt gilt als sehr gründerfreundlich und setzt durch Förderprogramme und eigene Angebote für Startups attraktive Anreize, um junge Unternehmen aus der ganzen Welt anzuziehen. Damit entwickelt sich New York immer mehr zum heimlichen Star der Venture Capital Investitionen. Darüber hinaus ist die Metropolregion New York mit seinen rund 20 Millionen Menschen an sich einer der bedeutendsten Wirtschaftsräume der Welt. Das internationale Flair der Stadt tut sein Übriges.

Das Programm geht über eine ganze Woche und ist pickepacke voll mit Highlights. Was erwartet die Teilnehmer im einzelnen?

Das stimmt, die Teilnehmer erwartet vor Ort eine sehr intensive Woche. Im Prinzip kann man von drei wesentlichen Elementen sprechen: Erstens wird den Teilnehmern in Strategieworkshops alles vermittelt, was sie zum erfolgreichen US-Markteintritt brauchen. Das Spektrum der Themen reicht von Recht und Steuern über Marketing bis hin zu PR und Branding.

Zweitens geht es konkret darum, die Geschäftsidee der Startups auf Herz und Nieren zu testen und sie für den US-Markt fit zu machen. Sie werden dann auch die Möglichkeit haben, sich und ihr Geschäftsmodell in einem Pitch vor Investoren und potenziellen Kunden zu präsentieren. Drittens bekommen die Unternehmen im Rahmen der Reise jede Menge Kontakte zu relevanten Netzwerken, Behörden, Inkubatoren, anderen Startups und natürlich zu Investoren und Kunden.

Mit welchem Ziel wird diese Reise unternommen? Was nehmen die teilnehmenden Startups nach der Reise mit nachhause?

Nach der Reise haben die Unternehmen das nötige Rüstzeug, ihr US-Engagement zu beginnen und auszubauen. Sie werden genau wissen, an wen sie sich in New York bei Problemen wenden müssen und wie der US-Markt funktioniert. Mit etwas Glück haben sie sogar schon erste Investoren und Kunden von sich überzeugt und können im Anschluss der Reise direkt mit den Verhandlungen loslegen. Und was ebenfalls ganz wichtig ist, ist der Austausch untereinander. Es treffen hier 15 Startups aufeinander, die alle ähnliche Ziele, aber auch Probleme haben und sich gegenseitig helfen und bereichern können.

Wer außer der IHK zu Dortmund steckt noch hinter der Organisation und wie kam diese Aktion zustande?

Mit an Bord ist noch die IHK zu Düsseldorf, die vor allem die Startups rund um den Rhein anspricht. Hier in Dortmund werden wir sehr gut durch die TU Dortmund sowie das TechnologieZentrumDortmund unterstützt, in deren Umfeld sich eine Reihe von hochinnovativen Gründern befindet.

Wir wollen es Startups aus NRW durch die Reise ermöglichen, mit finanzieller Unterstützung des Landes NRW ihr internationales Geschäft erfolgreich auszubauen. Und da sind die USA im Allgemeinen und New York im Speziellen einfach das perfekte Ziel.


Info-Veranstaltung am 10. September

Startups, die nicht direkt Interesse an der Reise haben oder noch unsicher sind, ob sie teilnehmen möchten, können am 10. September die kostenfreie Informationsveranstaltung „Als Startup in die USA? – Chancen auf der anderen Seite des Atlantiks“ besuchen. Hier berichten ehemalige Startups von ihrem erfolgreichen US-Einstieg. Außerdem erfahren die Teilnehmer mehr über Dienstleistungen für Startups hier vor Ort. Auch die Reise wird kurz vorgestellt.

Weitere Infos zur Reise mit allen Programm-Details gibt’s hier.

Für Fragen könnt Ihr Euch an Dominik Stute wenden. Er ist Referent für den Bereich Auslandsmarkterschließung bei der IHK zu Dortmund. Er steht allen Unternehmen als Ansprechpartner zur Verfügung, die ihre Geschäfte international ausbauen möchten.

E-Mail: d.stute@dortmund.ihk.de
Telefon: 0231 5417-315

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