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ImpactSummit-Speaker Alexandra Heraeus von FASE im Interview

Interview Alexandra HeraeusWarum, wie und wann man in Social Startups investieren sollte, darüber diskutiert Alexandra Heraeus von der Finanzierungsagentur für Social Entrepreneurship (FASE) mit Euch in Ihrem Workshop beim Impact Summit. Im Interview erklärt sie die Idee hinter FASE und spricht über die akutellen Herausforderungen.

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Alexandra Heraeus absolvierte ihren Bachelor an der WHU – Otto Beisheim School of Management und erlangte anschließend ihren Master of Law and Business an der Bucerius Law School/WHU. Neben ihrer Funktion im Vorstand der Heraeus Bildungsstiftung besetzt sie ein Mandat im Vorstand von Children for a better World e.V., einer Kinderhilfsorganisation, die das soziale Engagement von Kindern und Jugendlichen fördert und sich den Folgen von Kinderarmut annimmt.

Alexandra ist zudem als Transaction Managerin bei der Finanzierungsagentur für Social Entrepreneurship GmbH (FASE) tätig.

Social Entrepreneurship: Die Welt verbessern – und zwar unternehmerisch

Hallo Alexandra, warum bist du im Impact-Bereich tätig?

Für mich stellt sich die Frage, welche Ansätze es gibt, die wachsenden gesellschaftlichen, ökologischen und sozialen Herausforderungen unserer Zeit zu lösen.

Um eine nachhaltige Wirkung und Skalierbarkeit zu erlangen, braucht es meines Erachtens Menschen und Organisationen, die neben ihrer Vision, die Welt zu verbessern, auch eine unternehmerische Herangehensweise haben. Im besten Fall bedeutet Social Entrepreneurship für mich, seinen klugen Kopf einzusetzen, um ebendiese Probleme unternehmerisch zu lösen.

Auf diesem wichtigen Weg möchte ich Organisationen und Unternehmer unterstützen und begleiten.

Bitte beschreibe in zwei Sätzen, was die Finanzierungsagentur für Social Entrepreneurship macht?

Die Finanzierungsagentur für Social Entrepreneurship (FASE) baut Brücken zwischen Social Entrepreneurs und Investoren. Wir beraten Social Enterprises mit hervorragender sozialer Wirkung dabei, die passenden Investoren für ihr –meist frühphasiges– Unternehmen zu finden und unterstützen sie in allen Phasen dieser Transaktion von der Erstellung der Dokumente über das richtige Finanzierungsmodell bis hin zur Verhandlung mit Investoren.

Wie funktioniert euer Geschäftsmodell? Wer sind eure Kunden?

Unser Geschäftsmodell basiert auf einer Provision der eingeworbenen Investmentsumme sowie einer monatlichen Projektvergütung, die jedoch im Erfolgsfall von der Provision abgezogen wird. Unsere Kunden sind Sozialunternehmen, die bereits einen Proof-of-Concept erreicht haben und i.d.R. zwischen 100-500.000€ Wachstumskapital suchen.

Was sind aktuell eure größten Herausforderungen?

Da der Markt noch verhältnismäßig jung ist, gibt es verschiedene Schwerpunkte, an denen wir arbeiten. Zum einen gilt für uns, eine qualitativ gute und nachhaltige Pipeline an Social Entrepreneurs aufzubauen, die „finanzierungsreif“ sind und im Markt eine Chance haben, Kapital einzusammeln.

Die zweite Herausforderung besteht in der kontinuierlichen Erweiterung unseres Investorennetzwerks, um eine Vielzahl an Interessenten aus den Bereichen Family Offices, Unternehmen, Stiftungen und Business Angels für zukünftige Projekte zu begeistern.

Wie siehst du die Region Ruhrgebiet als Standort für Social Businesses?

Das Ruhrgebiet bietet als Standort viele Möglichkeiten für Social Businesses. Die Dichte an spannenden Unternehmen und das tief verwurzelte soziale Miteinander bieten viele Anknüpfungspunkte für Austausch und neue Ideen. Außerdem gibt es für Social Entrepreneurs bisher keinen vergleichbaren Standort zur Berliner Gründerszene, so dass das Ruhrgebiet hier noch Potential hat sich zu etablieren.


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RuhrSummit 2016 ist das Leuchtturm-Event für Startups & Social Entrepreneurs im Ruhrgebiet.

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Mehr Infos zum Event am 28. Juli in der Zeche Carl Essen findest Du auf summit.ruhr.

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Geschrieben von
Carmen Radeck

Carmen Radeck ist Journalistin und Gründerin von RuhrGründer. Ihre Leidenschaft ist es, Geschichten von Menschen zu erzählen, die ihr eigenes Ding machen, dafür brennen und bereit sind, jedes Risiko einzugehen.
So entstand die Idee zum Gründerblog RuhrGründer, der 2014 mit Storys über Gründer und Startups aus dem Ruhrgebiet online ging und sich inzwischen zum Szene-Portal entwickelt hat. Als Mit-Initiatorin der Datenbank StartupsRuhr.de und von Events wie dem RuhrSummit und den Fuckup Nights Ruhrgebiet ist sie aktiver Bestandteil der Gründerszene Ruhr.
Carmen berät Unternehmen in Sachen Content Marketing und Social Media. Sie kommt aus Essen, lebt in Kamen und ist im Ruhrgebiet zuhause.

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Geschrieben von Carmen Radeck