RuhrSummit Szene

Der ImpactSummit bringt die deutsche Social Startup-Szene nach Dortmund

Das Team vom ImpactSummit: Dirk Sander und Janine Schröder

Das Team vom ImpactSummit auf der Dachterrasse des Dortmunder U: Dirk Sander vom Social Impact Lab Duisburg und Janine Schröder von Hilfswerft (Foto: Carmen Radeck)

ImpactSummit: Deutschlands größte Social Startup-Konferenz kommt nach Dortmund

Schon beim ersten RuhrSummit im vergangenen Sommer war der ImpactSummit mehr als ein Subevent zum Hauptprogramm.

Tatsächlich ist er die größte Konferenz der Social Entrepreneurship-Szene in Deutschland!

Auch in diesem Jahr ist der ImpactSummit Teil des RuhrSummit 2017 und will mit seinem interaktiven Programm und Top-Speakern vor allem eins bewirken: Das Ruhrgebiet zum Hotspot für soziale Innovationen zu machen.

Im Interview mit dem ImpactSummit-Team Janine Schröder und Dirk Sander erfahrt Ihr, was Euch auf dem ImpactSummit 2017 am 19. Oktober in Dortmund erwartet.

Hallo Janine und Dirk. Ihr organisiert den ImpactSummit als Sub-Event des RuhrSummit. Stellt Euch zunächst doch mal kurz vor.

Janine: Ich bin für die Hilfswerft gGmbH tätig und komme ursprünglich aus dem Eventmanagementbereich.

Mit der Hilfswerft treiben wir das Thema Social Entrepreneurship voran, weil wir glauben, dass gesellschaftliche Herausforderungen unternehmerisch gelöst werden können. Dabei arbeiten wir vor allem mit Universitäten und Hochschulen, aber auch Stiftungen und Unternehmen zusammen.

Viele Anknüpfungspunkte gibt es auch mit den Social Impact Labs, wie aktuell wieder mit Dirk aus dem Lab in Duisburg. Wir möchten in Zukunft auch auf Gründerveranstaltungen das Thema Social Entrepreneurship platzieren.

Dirk: Ich leite das Social Impact Lab Duisburg seit Ende 2015. Der Weg hierhin war verschlungen. Jahre im Finanzbereich, Gründungen verschiedener NGOs, Unternehmensberatung – am Ende hat der Drang, mit meinem Wirken Wirkung zu erzielen, mich zur Social Impact gGmbH gebracht, dem größten Inkubator in Europa.

Hier kann ich mehr bewirken für den gesellschaftlichen Wandel in der Region.

Bei Euch dreht sich alles rund um das Thema Social Entrepreneurship. Was ist Eure Vision hinter dem ImpactSummit?

Janine: Ein solches Subevent nur für Social Entrepreneurship gibt es in Deutschland noch nicht. Das ist schon einmal ein toller Erfolg.

Der ImpactSummit soll aufzeigen, wie wichtig sozialökologisches Denken ist und dass dieser Gedanke mit einem wirtschaftsorientierten Geschäftsmodell einhergehen kann. Start-ups können sich mit unternehmerischen Mitteln für eine bessere Welt einsetzen.

Wir möchten den Zugang zu sozial-innovativen Ideen erleichtern, die Start-up-Szene beflügeln, Unternehmen mit jungen Sozialunternehmern verbinden und Trendthemen platzieren.

Dirk: Der ImpactSummit ist ein idealer Accelerator für die Entwicklung der regionalen Social-Startup-Szene und damit ein wichtiger strategischer Baustein für unsere Mission, das Ruhrgebiet zu einem Hotspot für soziale Innovationen zu machen.

Die Vorbereitungen laufen bereits seit ein paar Wochen. Wie ist der Stand der Dinge? Könnt Ihr schon etwas verraten, was die Teilnehmer erwartet?

Janine: Es wird in jedem Fall interaktiv. Die unterschiedlichen Formate, mit denen wir arbeiten, ermöglichen einen intensiveren Austausch mit den Teilnehmern.

Natürlich werden wir uns aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen wie z. B. der Verknappung der Ressourcen oder Lebensmittelsicherheit widmen und mit verschiedenen Formaten wie Fishbowl-Diskussionen, Experten-Hearings, Panels und Workshops umsetzen.

Dirk: Vor allem erleben die Teilnehmer_innen Social Entrepreneure und können sich in unmittelbar von der Power dieser „Unreasonable People“ überzeugen.

Neben Social Startups aus dem Duisburger Lab und der Region holen wir auch Social Entrepreneure aus ganz Deutschland nach Duisburg sowie Unternehmen und Banken, die das Thema für sich entdeckt haben.

Für einen Tag machen wir aus dem Dortmunder U die größte Social Startup-Konferenz Deutschlands, darauf können sich auch die RuhrSummit-Teilnehmer_innen freuen.

Der ImpactSummit war auch schon 2016 als Sub-Event dabei. Was habt Ihr aus dem ersten Event als wichtige Erfahrungen mitgenommen, was bleibt und was macht Ihr dieses Jahr anders oder neu?

Janine: Letztes Jahr war der Auftakt des RuhrSummits. Der positive Zulauf hat verdeutlicht, das NRW eine solche Veranstaltung braucht und die Start-up-Szene weiter wächst.

In einer immer weiter digitalisierten und globalisierten Welt gehören dazu auch Social-Start-ups und der internationale Markt. Dazu passt nun auch die neue Location – das Dortmunder-U.

Schon im letzten Jahr ist deutlich geworden, dass soziales Denken und Unternehmertum sehr zusammenpassen, dass die Social-Start-ups sehr wohl mit den anderen Start-ups mithalten können und dass wir weiter visionär denken müssen.

Eine Intensivierung zum Thema Social Entrepreneurship schaffen wir durch Trendthemen mit tollen Speakern.

Dirk: Als Oliver Weimann mich fragte, ob wir mitmachen bei diesem aus heutiger Sicht irren Vorhaben, habe ich erst gezögert.

Das Social Impact Lab Duisburg befindet sich selbst in der Startup-Phase, unsere Ressourcen sind noch bescheiden, zudem hatte ich Respekt vor der schieren Größe, auch kannten Oliver und ich uns erst kurz.

Das war eine unglaubliche Erfahrung, wie wir alle an dieser Aufgabe gewachsen sind. So haben uns beispielsweise die Initiatoren des RuhrSummits dabei unterstützt, dass wir die Hilfswerft mit dem Veranstaltungsmanagement für den ImpactSummit beauftragen konnten, was wir in diesem Jahr wieder machen, nur aus eigenen Mitteln.

Das zeigt, was geht, wenn man es will. Das ist es auch, was wir unseren Social Entrepreneuren mitgeben: du musst es wirklich, wirklich wollen!

Dazu kam die Sorge, dass sich die beiden Startup-Welten nicht vertragen. Diese Sorge war unbegründet, wie sich zeigte. Gelernt habe ich, dass sich auch in der schnellen und lauten Startup-Szene leise und nachdenkliche Töne mischen können ohne unterzugehen. Eine ähnliche Erfahrung habe ich auf der letzten Fuckup-Night machen können.

Was wünscht Ihr Euch für das Event?

Janine: Vor allem viele Eindrücke, Spaß, eine Horizonterweiterung und tolle Kontakte für alle Teilnehmer und Akteure.

Dirk: Dito!

3 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklärst du dich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr erfahren

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close