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.garage-Inkubator lässt Geschäftsideen zum Erfolg reifen

garage_schildVon Carmen Radeck

Das Angebot an Programmen, Initiativen und Anlaufstellen, die Gründer beim Aufbau ihres Geschäfts unterstützen, ist groß im Ruhrgebiet. Diesmal ist RuhrGründer zu Gast in der “.garage dortmund“. Geschäftsführer Peter M. Urselmann hat zur “Schlossbesichtigung” des Gründerzentrums nach Dortmund Hörde geladen.

Die .garage dortmund – kein ganz normales Gründerzentrum

Peter M. Urselmann, Geschäftsführer der .garage dortmund.

Peter M. Urselmann, Geschäftsführer der .garage dortmund.

Eigentlich ist die .garage dortmund ein ganz normales Gründerzentrum mit Workshops, Seminaren und Beratung für Selbstständige, Gründer und alle, die es werden wollen. Doch gibt es da noch etwas, das die .garage zu was ganz besonderem macht: “Wer von der .garage spricht, denkt meistens an unser Luxusprojekt, den Inkubator”, sagt Peter M. Urselmann.

Wir stehen im Foyer der .garage vor einer großen Tafel, auf der das Konzept des Inkubators, also dem Brutkasten der .garage, in der Übersicht dargestellt ist. Innerhalb von sechs Monaten können Gründer hier ihre Geschäftsidee Schritt für Schritt wachsen lassen bis zur Marktreife.

Voraussetzung: Aus der Arbeitslosigkeit mit einer guten Idee gründen

Um einen Platz im Inkubator zu ergattern, benötigt man als Gründer zwei Voraussetzungen: Man muss aus der Arbeitslosigkeit gründen und eine Geschäftsidee haben, die sowohl das Expertenteam der .garage als auch das Jobcenter überzeugt. Das Jobcenter nämlich übernimmt die Kosten für die sechs Monate Reifungszeit im Inkubator – inklusive Arbeitsplatz mit Telefon, Internet und PC im Großraumbüro der Garage und professionelle Beratung. „Bei der Auswahl unserer Berater ist uns wichtig, dass es keine Angestellten sind, sondern selbstständige Fachleute aus allen Sparten – ob Juristen, Steuerberater oder Marketingfachleute“, sagt Urselmann.

Der Gründung eine Struktur geben

Sind die Voraussetzungen erfüllt und alle Formalitäten geregelt, kann es auch schon losgehen. “Das wichtigste am Anfang ist, den Gründern eine Struktur zu geben”, sagt Urselmann. Diese Struktur, aufgeteilt in drei Phasen, durchlaufen alle Gründer während ihrer Zeit im Inkubator.

Los geht es mit der Kickstartphase. Ziel ist, in fünf Wochen aus der Idee ein Geschäftsmodell zu entwickeln. Nach ersten Analysen zum Produkt oder Dienstleistung, zur Zielgruppe und Konkurrenz geht es gleich ans Eingemachte – mit dem Projekt 104, dem Herzstück der Kickstartphase.

Das Projekt 104 – Markterkundung und Erweiterung der Komfortzone

Das Konzept des Inkubators.

Das Konzept des Inkubators.

Was verbirgt sich hinter diesem Projekt? Knallharte Markterkundung – Komfortzonenerweiterung inklusive. Beim Projekt 104 muss jeder Gründer 104 Personen aus seiner Zielgruppe befragen, ob sie Interesse an seinem Produkt oder seiner Dienstleistung haben und was sie sich wünschen würden und wieviel sie dafür bezahlen würden.
Salah-Eldin El-Batt beispielsweise, der eine Social-Media-Plattform für Muslime gründen will, hat eine Online-Umfrage unter Muslimen gestartet, was sie sich von solch einer Plattform wünschen und was nicht und wo sie sich bisher im Web vernetzen. “Das Tolle an dem Projekt 104 ist, dass es gleichermaßen Kontakttraining ist und der Gründer hier schon Beziehungen zu späteren Kunden aufbauen kann”, sagt Peter M. Urselmann.

In fünf Wochen zum Businessplan

Nach fünf Wochen endet die Kickstart-Phase mit einer Präsentation vor Experten und Mitgründern und einer Ertragsvorschau. Auf diesem Fundament baut die zweite Phase auf, die Konzeptphase, in der ein Businessplan für das Startup entwickelt wird. „Ein Businessplan ist einerseits für das eigene Controlling wichtig“, sagt Urselmann, „zum anderen zur Vorlage bei Geldgebern wie Banken oder Investoren.” Auch hier haben die Gründer fünf Wochen Zeit, Einzelgespräche mit einem persönlichen Coach inklusive.

Das erste Geld verdienen

Erfolgsgeschichten aus dem .garage-Inkubator gibt es eine ganze Menge.

Erfolgsgeschichten aus dem .garage-Inkubator gibt es eine ganze Menge.

Der wird dann besonders in Phase Nr. 3 der wichtigste Ansprechpartner für den Gründer. In der viermonatigen Gründungsphase planen Gründer und Coach die wichtigsten Schritte auf dem Weg in die Selbstständigkeit. Je nach Geschäftsmodell kann man hier schon sein erstes Geld verdienen, oder noch nach dem passenden Ort für sein Startup suchen oder auch einen Plan B mit entwickeln, wenn es am Anfang finanziell nicht so läuft.

Hat man alle Phasen mit viel Engagement durchlaufen, ist die Geschäftsidee also reif für den Markt, dann wird es Zeit den Brutkasten zu verlassen und sich im echten Leben zu bewähren.


INFO

Wer sich über den Inkubator informieren möchte, kann dazu die kostenlose Info-Veranstaltung besuchen, jeden Mittwoch um 14 Uhr in der .garage Dortmund, Hermannstr. 75 (Stiftsforum), 44263 Dortmund.

Für alle Gründer, Selbstständige und Gründungsinteressierte bietet die .garage dortmund eine kostenlose Erstberatung an.

Weitere Infos unter www.garagedortmund.de

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