Startup News

Gründer-Forum NRW: Gründerfonds Ruhr fördert innovative Startups

Die beiden Moderatoren des Initiativkreises Ruhr, Bernd Tönjes und Dr. Thomas A. Lange eröffnen das 3. Gründer-Forum NRW und stellen den Gründerfonds vor. (Foto: Intitiativkreis Ruhr)

Initiativkreis Ruhr und NRW.BANK ermöglichen Startups Zugang zu Risikokapital

(Pressemitteilung)

Frisches Geld für junge Gründer: Der Initiativkreis Ruhr und die NRW.BANK haben beim 3. Gründer-Forum NRW in Essen den neuen Gründerfonds Ruhr vorgestellt. Der Gründerfonds Ruhr hat das Ziel, innovativen Startups Risikokapital im Gesamtvolumen von zunächst mindestens 30 Millionen Euro bereitzustellen. Das 3. Gründer-Forum NRW bringt am heutigen Mittwoch, 8. März, Gründungswillige und Jungunternehmer mit Konzernvertretern sowie Forschungsleitern führender Unternehmen, Experten von Universitäten und Kapitalgebern zusammen.

„Die Rhein-Ruhr-Region ist aktuell der Startup-Hotspot mit der größten Dynamik in Deutschland. Berlin, München und Hamburg bekommen dagegen Sättigungstendenzen zu spüren“, sagt Bernd Tönjes, Moderator des Initiativkreises Ruhr und Vorstandsvorsitzender der RAG Aktiengesellschaft. „Das Ruhrgebiet kann als Hochtechnologiestandort mit besten Bedingungen für Gründer punkten. Bislang mangelte es hier aber an Risikokapital für Startups. Der Fonds schließt diese Lücke.“

Wirtschaftsminister Duin sieht Wettbewerbsvorteil in NRW

NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin beim Gründer-Forum NRW (Foto: Intitiativkreis Ruhr).

Wirtschaftsminister Garrelt Duin: „Wenn wir in Nordrhein-Westfalen Innovationsland bleiben wollen, brauchen wir mehr denn je neue Ideen, Erfindungen und Entwicklungen. Deshalb unterstützen wir Startups und fördern Gründungen. So können wir unser Ziel erreichen: Synergien zu nutzen zwischen den Geschäftsmodellen der klassischen Industrie, des Mittelstands und innovativer Startups. Ihre Zusammenarbeit wird für Nordrhein-Westfalen zum zentralen Wettbewerbsvorteil in der Gründerszene und damit zu unserem Alleinstellungsmerkmal in Deutschland.“

„Der Gründerfonds Ruhr nimmt die Zukunftsbranchen in den Fokus“, sagt Dr. Thomas A. Lange, Co-Moderator des Initiativkreises Ruhr und Vorsitzender des Vorstandes der NATIONAL-BANK AG. Die fünf Leitmärkte für den Fonds seien Chemie & neue Werkstoffe, Energie & Industrie, Life Sciences & Gesundheit, Logistik & Handel sowie Digitale Wirtschaft.

„Der Fonds dient der Förderung des Unternehmertums in der Region, ist aber auch klar renditeorientiert. Das macht ihn für Investoren hochattraktiv“, sagt Dr. Lange. „Alle rechtlichen Voraussetzungen sind erfüllt. Die Zeichnungsphase für die Investoren läuft. Zudem können Startups, die sich im Ruhrgebiet ansiedeln wollen, schon beim heutigen Gründer-Forum ihren Hut für eine Finanzierung durch den Fonds in den Ring werfen.“

Startup-Datenbank Startups Ruhr geht online

Pünktlich zum 3. Gründer-Forum NRW geht die neue Gründer-Datenbank Startups Ruhr online. Sie wird als fortlaufend aktualisierter Monitor die Entwicklung der Gründungen in der Region dokumentieren. Der Initiativkreis ist Mit-Initiator. Firmenstarter können sich ab sofort unter www.startupsruhr.de registrieren. Zudem unterstützt das Wirtschaftsbündnis das Startup-Internetportal RuhrGründer. Die Informations-Plattform erzählt die Erfolgsgeschichten innovativer, technologiegetriebener und wissensbasierter Geschäftsmodelle. „Wir verschaffen dem Gründertum im Ruhrgebiet damit mehr Sichtbarkeit und Transparenz“, sagt Tönjes. „Wir zeigen, wie lebendig das Startup-Ökosystem im Ruhrgebiet ist.“

Mehr als 400 Anmeldungen zur Konferenz

Mit mehr als 400 Anmeldungen hat sich die Zahl der Teilnehmer beim 3. Gründer-Forum NRW gegenüber den Vorjahren noch einmal deutlich erhöht. Sie tauschen sich in der Essener Weststadthalle über Innovationsbedarf, Gründergeist und Unternehmertum im Ruhrgebiet, in NRW und in Deutschland aus. Der Kongress ist ein Baustein der gemeinsamen Initiative „Gründerland NRW“ des Initiativkreises Ruhr und der nordrhein-westfälischen Landesregierung. Nach der Ruhr-Universität Bochum und der Technischen Universität Dortmund ist in diesem Jahr die Universität Duisburg-Essen Partner der Konferenz.

Initiativkreis Ruhr zeichnet Startup beim Gründer-Forum NRW aus

Die Gewinnerinnen des Startup-Pitches beim Gründer-Forum: Tanja Nickel und Katharina Obladen von UVIS UV-Innovative Solutions (Foto: Initiativkreis Ruhr)

Ultraviolettes Licht gegen Keime an Rolltreppen: Mit diesem Konzept haben die Gründerinnen von UVIS den Startup-Pitch beim 3. Gründer-Forum NRW 2017 gewonnen. Tanja Nickel (24) und Katharina Obladen (25) setzten sich gegen drei weitere Gründerteams durch. Das Publikum ermittelte den Gewinner per TED-Abstimmung. Der vom Initiativkreis Ruhr verliehene Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

Der Initiativkreis Ruhr präsentierte den Startup-Pitch exklusiv beim Gründer-Forum NRW in der Essener Weststadthalle. „Das hohe Niveau hat gezeigt: Es gibt eine Fülle von vielversprechenden Ideen und konkreten Ansätzen für innovative Startups. Davon kann unsere Region profitieren“, sagte Dirk Opalka, Geschäftsführer der Initiativkreis Ruhr GmbH. „Der Preis soll den jungen Gründerinnen weiteren Schub geben. Mit ihrer Schaffenskraft sorgen Startups wie dieses für Innovationen und eine stetige Modernisierung unserer Wirtschaft. Ich wünsche dem Team auch weiterhin viel Erfolg.“

Die UVIS UV-Innovative Solutions GmbH mit Sitz in Köln gibt es seit 2016. Das Startup-Duo hat ein patentiertes Modul für die Entkeimung von Fahrtreppen-Handläufen durch ultraviolettes Licht entwickelt. Diese bilden eine der häufigsten Infektionsquellen im öffentlichen Raum. Die UVIS-Gründerinnen nahmen bereits 2010 als Schülerinnen an dem Businessplanwettbewerb business@school des Initiativkreis-Mitgliedsunternehmens The Boston Consulting Group teil. Jetzt soll die Rolltreppen-Idee die jungen Unternehmerinnen nach oben bringen: „Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung – vor allem, weil am Ende das Publikum über die beste Idee entschieden hat. Das ist eine große Anerkennung, die uns Mut macht, den Weg als Gründerteam voller Energie weiterzugehen“, sagten die Siegerinnen.

Vier hochkarätige Finalisten-Teams

Beim Pitch im Fokus standen Startups, die es noch nicht länger als zwei Jahre gibt, und die aus den Branchen Chemie & neue Werkstoffe, Energie & Industrie, Life Sciences & Gesundheit, Logistik & Handel sowie Digitale Wirtschaft stammen. Die Top-10-Bewerber freuten sich über ein Experten-Feedback zu ihrem Geschäftsmodell. Die besten vier Startups gewannen ein Pitch-Training sowie die Einladung zur Präsentation ihres Unternehmens beim Gründer-Forum NRW.

Die vier Finalisten des Pitch-Wettbewerbs (Foto: Initiativkreis Ruhr)

Zu den weiteren Finalisten zählte das Startup Zolitron Technology aus Bochum, das die flächendeckende Digitalisierung von Industrie und Infrastruktur durch energie-autarke Sensornetzwerke realisiert. Auch das Startup Volterion mit Sitz in Dortmund schaffte es in die Endrunde. Es entwickelt und produziert stationäre Energiespeicher für Eigenheime auf Basis von Flüssigkeiten. Ebenfalls im Finale standen die Gründer von Medical Magnesium. Das Startup mit Sitz in Aachen stellt orthopädische Implantate aus Magnesium her, die sich in Knochenmaterial umwandeln. Der Initiativkreis Ruhr nimmt alle vier Finalisten in sein Mentoring-Projekt Smart am Start auf. Dabei besprechen Gründer ihr Geschäftskonzept in einem persönlichen Treffen mit Spitzenmanagern aus den Mitgliedsunternehmen des Initiativkreises.

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