Finanzierung

Fördermöglichkeiten für Gründer und Startups

photo-1443770760695-e1bfa3e62229Die besten Fördermöglichkeiten für Gründer

Von Markus Alferi

Es ist ein Thema, das jeder kennt und das jeden betrifft. Und so wird sich auch der motivierte Gründer früher oder später damit befassen müssen: Das liebe Geld. Damit aus der Idee ein Start-Up werden kann, benötigen die meisten Gründer finanzielle Mittel in unterschiedlicher Höhe. Doch woher nehmen?

Die erste Adresse ist meist die Bank. Doch die tun sich oft schwer damit, jungen, innovativen Ideen ihr Geld anzuvertrauen. Investoren? Business Angels? Crowdfunding?

Eine weitere Möglichkeit sind staatliche Zuwendungen. Natürlich wollen auch hier prüfende Stellen von dem Konzept der Unternehmung überzeugt werden, doch es gibt einen Vorteil. Zuwendungen sind nicht rückzahlbare Zuschüsse, das bedeutet, die Gründer brauchen sich im Gegensatz zum Darlehen nicht sorgen, wie sie die Gelder nach Ablauf der Förderung zurückzahlen.

Doch wo bekommt man die staatlichen Fördermittel her, wer vergibt sie und was muss man dafür tun?

Im folgenden werden die gängigsten Fördermöglichkeiten für Existenzgründer aufgelistet.

EXIST Gründerstipendium

Erste Adresse für innovative, technologie-orientierte Ideen ist das EXIST-Gründerstipendium. Dabei werden Gründerteams von bis zu drei Personen mit Stipendien (Absolventen erhalten jeweils 2.500 € pro Monat) sowie der Erstattung von Sach- und Coachingkosten (bis 30.000 €/5.000 €) unterstützt. Die Förderung läuft ein Jahr.

Das EXIST-Gründerstipendium kann allerdings nur bei Ausgründungen aus Hochschulen beantragt werden. Ebenso verhält es sich mit dem EXIST-Forschungstransfer, mit dem besonders forschungslastige Unternehmungen in zwei Phasen (Vorgründungsphase, Startphase) gefördert werden.

Aber wie sieht es für Gründer aus, die nicht aus dem universitären Bereich kommen?

Gründerwettbewerb IKT-innovativ

Eine interessante Möglichkeit für Gründungen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien ist der Gründerwettbewerb IKT-innovativ des Bundeswirtschaftsministeriums. In diesem Wettbewerb werden die besten Ideen prämiert. Die sechs Erstplatzierten erhalten 30.000 € Startkapital, die weiteren 15 Plätze jeweils 6.000 €. Ab Anfang 2016 können wieder Beiträge eingereicht werden.

KIC InnoEnergy Highway

Beim KIC InnoEnergy Highway des Europäischen Technologieinstituts werden Gründungen im Bereich erneuerbare Energien unterstützt. Allerdings tritt das Gründerteam für 60.000 € pro Jahr 10 – 20 % der Unternehmensanteile an die KIC InnoEnergy GmbH ab.

Doch nicht nur hochinnovative Ideen werden gefördert.

Förderungen für Hausärzte und Handwerker

Wer gerne weiß trägt und nebenbei eine Approbation als Arzt besitzt, kann sich mittels Hausärzte-Förderrichtlinie die Niederlassung als Hausarzt mit bis zu 50.000 € bezuschussen lassen.

Handwerksmeister, die sich selbstständig machen möchten, erhalten von ihrer örtlichen Handwerkskammer die Meistergründungsprämie von 7.500 €. Darüber hinaus werden auch Fachberatungen der Handwerkskammern gefördert.

Fördermöglichkeiten nach der Gründung

Die Möglichkeit der Finanzierung durch staatliche Zuschüsse ist also überschaubar, aber durchaus vorhanden. Die Tatsache, dass Zuwendungen nicht zurückgezahlt werden müssen, sollte ökonomisch denkende Gründer dazu bewegen, diese Finanzierungsmöglichkeit in Betracht zu ziehen und prüfen zu lassen.

Und ist der Schritt zur Unternehmensgründung, ob mit oder ohne staatliche Hilfe, erst einmal getan, wird es was Fördermittel angeht richtig interessant. Zwischen 1000 und 2000 Fördertöpfe wollen Jahr für Jahr geleert werden. Die Fördermaßnahmen richten sich an Unternehmen aller Größen in sämtlichen Branchen. Auch und gerade junge Unternehmen werden gefördert. Also sollte auch nach der Gründung laufend nach Fördermöglichkeiten gesucht und Mittel beantragt werden.

Das Geld liegt nicht auf der Straße. Aber manchmal im Ministerium…


Markus AlferiMarkus Alferi ist selbstständiger Förderberater. Nach seinem Studium der Verwaltungswissenschaften an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Brühl bei Köln war er seit 2009 mehr als sechs Jahre lang für verschiedene Fördergeber in den Bereichen Antragsprüfung, Bewilligung, Auszahlung und Nachweisprüfung im Einsatz. Seit 2015 arbeitet er als selbstständiger Förderberater in Duisburg.

 

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