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start2grow-Gewinner FilChange im Interview [ruhr:HUB „Startup Of The Month“]

Das Gründerteam von FilChange aus Dortmund
Jasper Gruson und Philipp Kemper von FilChange (Foto: privat)

ruhr:HUB „Startup Of The Month“: FilChange aus Dortmund

Als Startup Of The Month – powered by ruhr:HUB – stellen wir Euch für August FilChange aus Dortmund vor.

Mit ihrer Idee für ein neuartiges 3D-Drucksystem haben die beiden Maschinenbau-Studenten Jasper Gruson und Philipp Kemper gerade den ersten Platz beim Gründungswettbewerb start2grow belegt.

Im Interview erzählen Euch die zwei unter anderem, was hinter ihrer Idee steckt, wie sie entstanden ist und wie ihre nächsten Pläne aussehen.

Hallo Jasper und Philipp! Erstmal herzlichen Glückwunsch zum ersten Platz bei start2grow! Was genau ist Eure Geschäftsidee?

Wir haben uns die Frage gestellt: Wie können wir unterschiedliche Kunststoffmaterialien miteinander verbinden? Da wir uns bereits durch unsere Nebentätigkeiten und in der Freizeit mit dem 3D-Druck beschäftigt haben, haben wir nach einer Möglichkeit gesucht, um den 3D-Druck in diesem Bereich auf ein neues Level zu heben.

Also haben wir uns mit der Entwicklung eines neuartigen 3D-Druckers beschäftigt.

„Wir haben nach einer Möglichkeit gesucht, den 3D-Druck auf ein neues Level zu heben.“
Damit ermöglichen wir die Verarbeitung beliebig vieler unterschiedlicher Kunststoffmaterialien und Farben in einem einzigen Bauteil.

Dazu haben wir ein Wechselsystem entwickelt und zum Patent angemeldet, wodurch wir einen unterbrechungsfreien und vollkommen abfallfreien Herstellungsprozess erreichen.

Wer sind Eure Kunden und was ist Euer Geschäftsmodell?

Wir treten als Dienstleister auf und produzieren Multi-Material-Bauteile für unterschiedlichste Anwendungsbereiche. Dabei bieten wir dem Kunden individuelle Lösungen beispielsweise im Hinblick auf lokale Bauteileigenschaften.

Unser Herstellungsverfahren ist für unterschiedlichste Kunden von großem Interesse, da wir eine enorm zeitsparende und kostengünstige Produktion ermöglichen.

Wie ist die Idee entstanden?

Unsere Idee ist im Rahmen eines Konstruktionsprojekts im Master Maschinenbau an der TU Dortmund entstanden. In diesem Rahmen haben wir eine erste Version des Wechselsystems entwickelt.

Die Idee, daraus ein Startup zu gründen, hat sich im Laufe der Zeit eher zufällig ergeben.

Alles hat damit begonnen, dass ein Kumpel abends bei einem Bierchen aus Spaß meinte, dass wir ja unter die Erfinder gehen und das Wechselsystem patentieren könnten.

„Alles fing damit an, dass ein Kumpel aus Spaß meinte, dass wir ja unter die Erfinder gehen könnten. Das haben wir dann auch gemacht.“
Das haben wir dann auch gemacht.

Wie finanziert Ihr Euch?

Wir bewerben uns momentan für das Exist-Gründerstipendium und für die StartUp-Hochschulausgründung.

Mit diesem Geld wollen wir uns zunächst über Wasser halten. Gleichzeitig sind wir allerdings auch auf der Suche nach potentiellen Investoren für die Zeit danach.

Was treibt Euch an, Euch jeden Morgen aufs Neue ins Startup-Hustle zu stürzen?

Ohne den Kaffee am Morgen geht bei uns nichts!

Abgesehen davon ist es unser Traum, unser Hobby dauerhaft zum Beruf zu machen.

Das spornt uns unheimlich an, auch in schwierigen Situationen. Da muss man einfach durch.

Ihr steht als Unternehmer noch am Anfang. Wer sind Eure Vorbilder und warum?

Unser Vorbild ist Jaspers Urgroßonkel Hermann Gruson, der selbst Ingenieur, Erfinder und Unternehmer war.

Wenn’s mal nicht so rund läuft, was baut Euch wieder auf?

„Unser Traum ist es, unser Hobby dauerhaft zum Beruf zu machen. Das spornt uns unheimlich an.“
Wenn’s mal gerade nicht so läuft, greifen wir häufig auf Sport wie Laufen oder Rennradfahren zurück.

Dabei können wir gut abschalten und das Problem kurzzeitig beiseiteschieben.

Manchmal darf es auch gerne ein Bierchen nach einem anstrengenden Tag sein.

Wo steht Ihr gerade und was sind Eure nächsten Meilensteine?

Parallel zu unserem Gründungsvorhaben befinden wir uns momentan noch auf der Zielgeraden in unserem Maschinenbau-Studium, das wir Ende September mit der Masterarbeit abschließen.

Im Anschluss werden wir uns voll und ganz ins Getümmel stürzen: Neben dem Bau des Prototyps, steht unter anderem der Aufbau einer Unternehmens- und Vertriebsstruktur an.


ruhr:HUB ist die zentrale Anlaufstelle für die digitale Wirtschaft in der Region. Sein Ziel ist es, Startups und Unternehmen zu unterstützen und aktiv miteinander zu verknüpfen – mit Fokus auf B2B-Themen wie IT-Security, eHealth oder Industrial Technologies.

Geschrieben von
Carmen Radeck

Carmen Radeck ist Journalistin und Gründerin von RuhrGründer. Ihre Leidenschaft ist es, Geschichten von Menschen zu erzählen, die ihr eigenes Ding machen, dafür brennen und bereit sind, jedes Risiko einzugehen.
So entstand die Idee zum Gründerblog RuhrGründer, der 2014 mit Storys über Gründer und Startups aus dem Ruhrgebiet online ging und sich inzwischen zum Szene-Portal entwickelt hat. Als Mit-Initiatorin der Datenbank StartupsRuhr.de und von Events wie dem RuhrSummit und den Fuckup Nights Ruhrgebiet ist sie aktiver Bestandteil der Gründerszene Ruhr.
Carmen berät Unternehmen in Sachen Content Marketing und Social Media. Sie kommt aus Essen, lebt in Kamen und ist im Ruhrgebiet zuhause.

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Geschrieben von Carmen Radeck