Social Entrepreneurship Startup News

Diese Startups ziehen ins Social Impact Lab Duisburg ein

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Tanja und Kathinka von „Daheim“ starten den Pitch-Wettbewerb. (Foto: Social Impact Lab Duisburg)

Seit dieser Woche steht fest, welche die ersten Startups sind, die ins Social Impact Lab Duisburg einziehen. Zehn Gründungsteams stellten sich beim AndersGründer Pitch-Finale am Montag der Jury, sechs von ihnen wurden ins AndersGründer-Programm des Social Impact Labs aufgenommen und bekommen nun professionelle Unterstützung bei der Ausarbeitung und Umsetzung ihrer Geschäftsidee.

26 Startup-Teams haben sich beworben

Beworben hatten sich übrigens 26 Teams, so viele wie in kaum einem der anderen Social Impact Labs in Deutschland. „So viele Bewerbungen hatten wir nicht erwartet“, sagt Standortleiter Dirk Sander und freut sich über die Resonanz, die das frisch gegründete Duisburger Lab in der kurzen Zeit erfahren hat.

Das HelpU-Team beim Pitch (Foto: Social Impact Lab Duisburg)

Das HelpU-Team beim Pitch (Foto: Social Impact Lab Duisburg)

Vor dem finalen Pitch am Montag durchliefen die Bewerber ein zweistufiges Verfahren. Nach einer Vorauswahl absolvierten 17 Teams noch mal eine Pitchwerkstatt. Dort ging es zum einen darum, den eigenen Pitch zu verbessern und von den anderen Teilnehmern konstruktives Feedback dazu zu bekommen. Zum anderen konnten das Orga-Team des Labs die Teilnehmer dabei beobachten, wie sie miteinander arbeiten. „Das war für uns schon deswegen wichtig, weil wir ja eine Community aufbauen wollen, wo ein Austausch stattfinden soll – die Intelligenz der Vielen, die sich an einem Ort versammelt und sich gegenseitig befruchtet“, sagt Dirk Sander.

Zur Jury gehörten Annette Heuser, Prof. Otto Beisheim Stiftung, Dr. Bernd Siegfried, Geschäftsführer KfW Stiftung, Dr. Martina Köchling, Programmdirektorin Soziales Engagement und Verantwortliches Unternehmertum, KfW Stiftung, Jutta Stolle, Direktorin Gesellschafter + Nachhaltigkeit, Franz Haniel & Cie. GmbH und Norbert Kunz, Geschäftsführer Social Impact gGmbH

Diese sechs Startups ziehen ins Social Impact Lab Duisburg ein:

Sechs von den zehn Teams, die am Montag sich noch mal vor der Jury des Social Impact Labs präsentieren durften, ziehen nun ins Lab ein.

Daheim

Kathinka Best und Tanja Denker von Daheim (Foto: Social Impact Lab Duisburg)

Kathinka Best und Tanja Denker von Daheim (Foto: Social Impact Lab Duisburg)

Daheim, Dahoam, zu Hause: im Deutschen gibt es viele Begriffe die alle dasselbe meinen – einen Ort, an dem man sich wohl fühlt und sich gerne aufhält. Viele geflüchtete Menschen sind derzeit auf der Suche nach einem neuen zu Hause, nicht nur geografisch, sondern auch menschlich.

Daheim ist eine Videotelefonie-Plattform für mobiles Lernen, auf der Menschen die Deutsch lernen möchten auf engagierte Muttersprachler treffen, die ihnen die deutsche Sprache, das deutsche System und Kultur gern näherbringen.

Mithilfe eines intelligenten Matching-Algorithmus werden Lernbegeisterte mit Muttersprachlern Interessen basiert (und passend zu ihrem Sprachlevel) miteinander verbunden oder bereits bestehende Kontakte wieder getroffen und vertieft – orts- und zeitunabhängig. Auf diese Weise werden gegenseitiges Verständnis und somit Integration gefördert und gleichzeitig Deutschkenntnisse verbessert.

Daheim soll dabei helfen aus Gästen Angekommene zu machen und beim Einfinden und Deutschlernen einen erheblichen Beitrag leisten. Deshalb hilft Daheim, Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen, die gemeinsam in einem Land leben, ins Gespräch zu bringen. So werden Kontakte geknüpft und Sprache und Verständnis gestärkt.

Helpu

Das Team von HelpU (Foto: Social Impact Lab Duisburg)

Das Team von HelpU (Foto: Social Impact Lab Duisburg)

Das multinationale Team von helpu hat sich vorgenommen über eine App ein breitgefächertes Hilfsnetzwerks in Deutschland aufzubauen, das alle in der Geflüchtetenhilfe aktiven Akteure miteinander verbindet. So wird eine gemeinsame Plattform geschaffen, um die Kommunikation zu vereinfachen und viele der täglichen Aufgaben für alle Seiten zufriedenstellend und effizient zu lösen.

Durch ein standortbasiertes Matching-System können Hilfsuchende und Helfer über die Anwendung in Kontakt treten und alltägliche Hürden von der benötigten Kleiderspende, über die Übersetzung eines wichtigen Dokuments, bis hin zur Begleitung zu einem entscheidenden Arzt-, Behörden- oder Besichtigungstermin zusammen meistern.

Neben freiwilligen Helfern, die ihre Hilfe über ein sicheres, virtuelles Profil anbieten können, profitieren Hilfsorganisationen und staatliche Stellen von einer erweiterten Funktionalität, wie bspw. der Broadcasting-Funktion zur Echtzeit-Weitergabe mit Übersetzungs-Service von wichtigen Mitteilungen, Warn- und Sicherheitshinweisen. Weitere Anwendungsszenarien zur steten Verbesserung und Erweiterung der Applikation sollen in ersten Zielgruppenworkshops erarbeitet werden.

REC-Mobil

Fabian Beeren von REC-mobile (Foto: Social Impact Lab Duisburg)

Fabian Beeren von REC-Mobil (Foto: Social Impact Lab Duisburg)

10,1% aller Jugendlichen in NRW brechen vorzeitig die Schule ab oder verlassen diese, ohne einen Abschluss erlangt zu haben. Diese Jugendlichen werden auf erhebliche Schwierigkeiten im Hinblick auf die Arbeits- oder Ausbildungsplatzsuche stoßen. REC-Mobil richtet sich an diese Jugendlichen, die über das Medium der Musik sprachlich, sozial und kreativ gefördert werden.

In einwöchigen Intensiv-Workshops, die über ein mobiles Tonstudio an Schulen und anderen Institutionen stattfinden, konzipieren die Jugendlichen eigene Songs und Texte in deutscher Sprache. Die Workshops bestehen aus didaktischen und kreativen Bausteinen. Die Verknüpfung intensiver Förderung mit musikalischer Kreativität und die Aussicht auf einen eigenen Song ermöglicht eine enorme Lernbereitschaft.

Jugendliche werden motiviert, über ihre Komfortzone hinaus zu gehen, sich in unbekanntes Terrain zu begeben und Herausforderungen zu stellen. Generelle Einheiten, wie Selbstbewusstseinsübungen oder Sprechtraining erhöhen letztendlich die Chancen auf einen erfolgreichen Schulabschluss.

Neben der Stärkung sozial benachteiligter Kinder ist REC-Mobil auch im Bereich der Integration Geflüchteter tätig. Mittel- bis langfristig ist eine bundesweite Ausdehnung der Angebote geplant.

Beeming Box

Jens Schneiders von Beeming Box (Foto: Social Impact Lab Duisburg)

Jens Schneiders von Beeming Box (Foto: Social Impact Lab Duisburg)

BEEMING BOX kombiniert das Thema gesunde Ernährung mit einer Soforthilfe für hilfsbedürftige Kinder auf regionaler Ebene. Aus über 2.000 Bio-Lebensmitteln stellt man sich seine Box zu üblichen Marktpreisen zusammen, wählt ein lokales Kinderhilfsprojekt, eine Kita oder eine Grundschule aus und mit der Bestellung werden mindestens 10% des Umsatzes sofort gespendet. Mit steigender Akzeptanz erhöht sich der Spendenanteil.

Mittels Integration eines Spendenprozesses wird deutschlandweit eine regelmäßige Unterstützung von regionalen Kinderhilfsprojekten ermöglicht. Dem Konsument entstehen keine Mehrkosten, die Bio-Lebensmittel werden direkt aus dem Grosshandel heraus versendet und das Thema gesunde Ernährung wird dauerhaft im Kopf der Konsumenten mit diesem sozialen Aspekt verknüpft.

Helpteers

Georg Stäbner von HelpTeers (Foto: Social Impact Lab Duisburg)

Georg Stäbner von HelpTeers (Foto: Social Impact Lab Duisburg)

Helpteers.net macht Helfen einfach planbar. Es ist ein Werkzeug, um online zu mobilisieren, damit Menschen zusammen offline etwas bewegen. Durch die Flexibilisierung der Arbeits- und Studienwelt gibt es viele Menschen, die bereit sind zu helfen, aber sich nicht vorstellen können, die Zeit für ein regelmäßiges Engagement zu finden.

Ähnlich wie beim Crowdfunding kann jeder auf helpteers.net ein Projekt erstellen. Es geht jedoch nicht um dessen Finanzierung, sondern um die Umsetzung der konkreten Aufgaben, die nötig sind, um die Aktion zu realisieren. Jeder kann durch einen Klick eine Aufgabe übernehmen und so Teil des Projektes werden. Wie beim Crowdfunding kann jeder Unterstützer die Sichtbarkeit des Projektes erhöhen, indem er es in seinem Netzwerk teilt. Auf dieser Weise ist nicht nur der Projektorganisator Fürsprecher für das Projekt, sondern alle Unterstützer. Sie haben alle den Wunsch, das Projekt gemeinsam zu realisieren.

Encourageman

Dennis Bischoff von Encourageman (Foto: Social Impact Lab Duisburg)

Dennis Bischoff von Encourageman (Foto: Social Impact Lab Duisburg)

Junge Menschen suchen häufig Austausch in sozialen digitalen Netzwerken. In emotionalen Krisen könnte eine zeitnahe Ermutigung durch Freunde folgenreichere Verstimmungen vorbeugen. Gerade in solchen Momenten bringen die Betroffenen nur selten den Mut auf, jemanden zu schreiben, gleichwohl Helfer nur einen Wisch weit entfernt warten. Mit einer Handbewegung seinen Freundeskreis wissen lassen, dass man Ermutigung braucht, dass leistet Encourageman.

Encourageman ist eine niedrigschwellige und unterhaltsame Push-to-Help-App, die mit einem „Wisch“ die Möglichkeit bietet, seinen Freunden mitzuteilen, dass man Ermutigung braucht. Die Freunde bekommen eine Push-Nachricht auf ihr Handy. Klicken sie darauf, können sie u.a. auswählen ob sie antworten und werden dann direkt durch einen Chat mit der Person verbunden. Über einen Notfall-Button wird der User direkt mit der Telefonseelsorge verbunden.


Alle Fotos: Social Impact Lab Duisburg

 

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