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Data Hub Ruhr: Das sind die Gewinner von Batch #2

Die Gewinner des Data Hub Ruhr (Foto: Gründerallianz Ruhr)

Data Hub Ruhr: 10.000 Euro für adiutaByte

“Daten und Talentförderung sind der Schmierstoff für die Aufholjagd des Ruhrgebiets in Sachen Digitalisierung”, so Dr. Frank Dudda, Oberbürgermeister der Stadt Herne, der beim Demo Day des Data Hub Ruhr die Präsentationen verfolgte. “Wer etwas bewegen will, ist im Ruhrgebiet herzlich willkommen, denn hier passiert etwas, wir wollen Raum für Neues schaffen. Uns stehen spannende Jahre bevor!”

Dass das Prinzip, etablierte Unternehmen mit Startups als Innovationstreiber auf Basis konkreter Projekte zusammen zu bringen hervorragend funktioniert und beide Seiten davon profitieren, zeigen die Ergebnisse der aktuellen Data Hub Runde:

  • Die Entsorgung Herne kann dank datenbasierter Routenplanung von adiutaByte die gefahrenen Kilometer bei der Sperrmüllabholung um bis zu 30 % senken und die Wartezeiten der Bürger um zwei Drittel verkürzen.
  • Bei Evonik konnte innoSEP die Genauigkeit der wöchentlich prognostizierten Bestellplanung für Silane dank Künstlicher Intelligenz (KI) im Modellversuch von 60 auf 85 Prozent verbessern, sodass Kundenbedürfnisse zukünftig noch besser bedient und Produktionsüberschüsse vermieden werden können. 
  • Die Haniel-Tochter XXLhoreca konnte gemeinsam mit Mergerspot eine vollautomatisierte Marktanalyse in Echtzeit aufsetzen und somit die Wettbewerbsbeobachtung um 200 Prozent steigern. Das wäre aufgrund der Schnelllebigkeit und Masse an Daten manuell nie möglich. 
  • Accelogress konnte mit den Stadtwerken Herne durch smarte, datenbasierte Netzplanung den CO2-Ausstoß der Häuser im Klimaviertel in Herne nochmals um 25% senken. 
  • Industrial Analytics konnte für die Oil-Additives Abteilung von Evonik eine KI entwicklen, die basierend auf den bisherigen Erfahrungen ideale Mischverhältnisse für Polymer-Zusammensetzungen entwickelt. Dadurch sollen die aufwendigen Tests, die zur Validierung der Rezepte nötigt sind, stark reduziert werden.

Aus den fünf Projekten kürte eine Jury zwei Sieger, deren Ideen besonders vielversprechend sind: Den ersten Platz mit 10.000 Euro Preisgeld gewann adiutaByte für die Optimierung der Sperrmüllrouten für die Entsorgung Herne. Den zweiten Platz, dotiert mit 5.000 Euro, erreichte Industrial Analytics mit ihrer KI für Polymer-Rezepte.

Über die einzelnen Cases erfahrt Ihr demnächst mehr im Blog der Gründerallianz Ruhr.

Zusammenarbeit mit Startups eröffnet neue Möglichkeiten für Unternehmen und Region

Christian Lüdtke, Gründer von etventure und Gründerkoordinator Ruhr, setzt in Sachen Digitalisierung auf die gezielte und kuratierte Zusammenarbeit zwischen Startups und Unternehmen in Projekten wie dem Data Hub Ruhr: „Das Ruhrgebiet bietet als Industriestandort Chancen wie keine andere Region in Deutschland – für Startups und Unternehmen gleichermaßen. Was wir brauchen, um diese Chancen zu nutzen, sind Unternehmen, die bereit sind, ihre Türen für Digital-Spezialisten und Innovationstreiber aus dem Startup-Ökosystem zu öffnen – denn nur so können wir das Ruhrgebiet für diese Experten wieder interessanter machen.”

Auch Dirk Opalka, Geschäftsführer der Initiativkreis Ruhr GmbH, sieht den Data Hub Ruhr als einen Treiber der Digitalisierung: „Die beiden Gewinner dieser Data-Hub-Runde zeigen, welche Möglichkeiten die Digitalisierung für Unternehmen und Kommunen bietet. Genau darum haben wir die Gründerallianz Ruhr mit dem Data Hub als wichtigen Teil unserer Gründer-Initiative an den Start gebracht. Wir wollen die digitale Expertise in der Region bündeln und das Ruhrgebiet als digitale Innovationsstätte von internationalem Rang etablieren.” 

Der Initiativkreis Ruhr hat die Gründerallianz Ruhr gemeinsam mit der RAGStiftung, der RAG Aktiengesellschaft und Evonik ins Leben gerufen.

Die diesjährigen Partner sind überzeugt von dem Konzept: „Der Data Hub Ruhr ist für uns eine Brücke in den internationalen Wettbewerb um digitale Experten und ermöglicht uns, unseren Datenschatz unter fachmännischer Begleitung für neue Denkweisen und Möglichkeiten zu öffnen. Das hat mit unseren beiden Anwendungsfällen hervorragend funktioniert und eine deutliche Verbesserung für unsere Bürger und Mitarbeiter ermöglicht”, so Hernes Oberbürgermeister Dudda. „Uns hat insbesondere die Schnelligkeit des Programms überzeugt: Mit dem Data Hub Ruhr sind wir innerhalb von sechs Monaten vom Problem über die Ausschreibung zu ersten Ergebnissen gekommen”, so Udo Goecke, Digital Strategist bei Evonik.

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