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Foto: STÜH33

Coworking Space STÜH33: “Wir wollen Wohlfühlraum und Inspirationsfläche sein”

Einen Coworking Space in Bochum suchte man bis vor kurzem vergeblich. Das hat sich glücklicherweise geändert! Seit einigen Monaten gibt es mit dem STÜH33 endlich auch in Bochum die Möglichkeit, einen flexiblen Büroarbeitsplatz zu mieten. Dahinter stecken die beiden Gründer von “ROSA Dies Das” Ronny Hanatschek und Sam Kumanan.

Mit Sam habe ich über das Konzept hinter STÜH33 gesprochen, wie die Idee entstanden ist und was die beiden in 2020 so alles Spannendes vorhaben.


Hi Sam, Du bist Mitgründer des Coworking Spaces STÜH33 in Bochum. Erzähl ein bisschen was zu Eurem Konzept.

Hey Carmen, genau! Wir haben einen CoWorking Space mit Loft Charakter im Herzen von Bochum platziert bekommen und dürfen neben klassischen Clean-Desk Tischen den Raum für Events anbieten.   Wir wollen Wohlfühlraum und Inspirationsfläche sein – durch das Leben, was in den Gemäuern stattfindet, passiert das auch! Wir haben tolle Mieter, welche verschiedene Professionen haben, aber alle Leidenschaft mitbringen. Das macht Spaß, sich in so einer Umgebung aufzuhalten.  

Foto: STÜH33

Wie ist die Idee dazu entstanden?  

Bei ca. 3 Bier und 4 Gin-Tonic haben Ronny und ich gemerkt, dass wir doch sehr ähnlich denken, wenn es darum geht, was wir eigentlich machen wollen. Eigentlich – weil wir immer wieder im Alltag gemerkt haben, dass oft die ganz tollen Ideen in der Schublade bleiben müssen und nicht umgesetzt werden im Agenturalltag, woher wir beide dann doch nochmal herstammen.  

Zusammen gemeinsam ROSA zu gründen, fiel uns leicht – mit dem Anspruch eine hohe Qualität auf einer Spielwiese abzubilden, die sowohl Kunden, Betrachtern und Dienstleistern Spaß macht, indem man tolle Köpfe zusammenbringt, um etwas Schönes zu erschaffen.   Unser Bindeglied dafür war dann der CoWorking Space, wo wir Persönlichkeiten und Ideen auf einen Fleck bringen wollten, wovon alle in dem Raum und in dem Umfeld nur  profitieren können.  

Wer gehört zum Gründerteam, welchen Background habt Ihr und wie habt Ihr Euch gefunden?  

Ronny und ich haben das Projekt ins Leben gerufen – ich bin schon seit einigen Jahren mit meiner eigenen Agentur Blickpuls unterwegs, wo wir Bewegtbild, Bilder und Strategien für Marken und Unternehmen entwickeln, sowie auch umsetzen, um die Intention des einzelnen optisch ideal dargestellen zu können. Durch verschiedene tolle Verzahnungen bin ich mittlerweile in ein paar Unternehmen involviert, wo wir immer versuchen, ein tolles Produkt zu realisieren.  

Ronny ist nach seiner Zeit bei einem mittelständischen Betrieb in die Kreativbranche gesprungen und leitet nun erfolgreich die Agentur acht Ideen, welche sich mit Markenstrategien und der Realisierung durch die Corporate Identity, als aber auch mit Homepages und Grafikdesign auseinandersetzt. Aber das Herz schlägt hier noch für mehr: Frühjahr 2020 soll dann das Café bei uns im Gebäude noch eröffnen, wo Ronny sein Gastgeberherz teilen kann mit einem schönen Team an kompetenten Menschen, die Gefühl für Ästhetik und Geschmack haben. Kennen tun wir uns schon länger durch unsere gemeinsamen Freunde, Ehrenamtsprojekte und musikalischen Interessen. Gefunkt hat es aber doch nochmal unerwartet später.  

Team: Ronny Hanatschek (l.) und Sam Kumanan

Wie finanziert Ihr Euch in der Startphase?  

Durch ein Privatinvestment und ausgeklügelter Kalkulation können wir gerade funktionieren und freuen uns, dass es klappt. Wir werden gut angenommen in Bochum, gerade was die Location für Events angeht, aber freuen uns auch über jeden neuen Interessenten, der Lust hat Teil des tollen CoWorking Spaces zu werden.  

Was war bisher die größte Herausforderung für Euch und wie seid Ihr sie angegangen?  

Ich glaube, die größte Herausforderung für uns war es, überhaupt eine Location zu finden und so hinzubekommen, wie wir es uns ausgemalt hatten. Unsere Verliebtheit in hohe Decken, Stahlträgern und Backstein war nicht ganz so schnell und einfach zu stillen – gerade wenn man etwas sucht, was zentral gelegen ist und gut erreichbar sein soll.

Als es klar war, dass wir die Location gefunden haben, ging es am Ende des Tages doch schnell, da unser Mindset gestimmt hat – das gleiche Verlangen nach der gleichen Vision hat uns beide immer wieder fokussiert bekommen und uns aufgezeigt, was wir eigentlich machen wollen. Wir haben mittlerweile die Identität so verinnerlicht, dass wir über Probleme oder Zweifel die wir am Anfang hatten, gar nicht mehr großartig sprechen, sondern überlegen, wie wir unsere Vision noch besser wachsen lassen können.  

Wir haben mittlerweile die Identität so verinnerlicht, dass wir über Probleme oder Zweifel die wir am Anfang hatten, gar nicht mehr großartig sprechen, sondern überlegen, wie wir unsere Vision noch besser wachsen lassen können.  

Sam Kumanan – Gründer “Rosa Dies Das”

Wo holt Ihr Euch Rat und Support bei unternehmerischen Fragen?  

Wenn ich ehrlich bin – aktuell bei uns gegenseitig. Ich finde das Wort „Unternehmer“ immer ein wenig komisch – aber als Unternehmer in verschiedenen Bereichen, arbeiten wir mit verschiedenen Teams zusammen und erleben Dynamiken, aus denen wir gegenseitig profitieren können.  

Sachen die mich gerade beschäftigen, hat Ronny gerade an anderen Stellen durchgemacht und Sachen, die ich optimiert habe, gebe ich als Inspiration für Ronny weiter, um da bei sich zu schauen. In unserem aktuellen Stadium gelingt uns das gut – in der Rückhand haben wir aber noch tolle, erfahrene Berater, die uns mit Herz und Verstand zur Seite stehen.  

Wo steht Ihr gerade, welche Erfolge habt Ihr schon gefeiert und was habt Ihr noch so in Planung?  

Wo wir gerade stehen? Ich glaube am Anfang. Wir haben die Basis geschaffen, dass die Vision losgetreten werden kann – einen Raum zu schaffen, der inspiriert, über den Tellerrand zu schauen, Mut und Plattform gibt zu wachsen, sich zu trauen und Talente zu vereinen, um ein goldenes Ergebnis präsentieren zu können – das haben wir Bock auszubauen.  

Wir tüfteln an Formaten für 2020, woran andere wachsen können: Workshops, Seminare & MeetUps. Wir überlegen, wie wir wachsen können und haben da schon erste Ansätze.  

Unser Netzwerk-Gedanke soll noch mehr gefestigt werden in einem Agentur-ähnlichen Rahmen, wo wir 2020 auch den Startschuss für setzen.   Unser größter Erfolg ist, dass das Ding steht und nicht mehr nur ne Idee war, und Leute anfangen zu verstehen, was wir vorhaben.   Wie unser nächster Erfolg sein wird, weiß ich grad noch nicht und will ich auch noch nicht – ich weiß nur eins: wird geil. 🙂

Geschrieben von
Carmen Radeck

Carmen ist Journalistin, Autorin und leidenschaftliche Aktivistin für die Gründerszene im Pott. Seit 2014 betreibt sie das Startup-Portal RuhrGründer.de und ist Mitgründerin von Events wie RuhrSummit, Fuckup Nights Ruhrgebiet und Female Founders Ruhr.

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