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Bundesarbeitsministerin Nahles zu Besuch beim Dortmunder Startup Experiencr

Selfie mit Bundesarbeitsministerin Nahles (Foto: tr4veltech GmbH)

Selfie mit Bundesarbeitsministerin Nahles (Foto: tr4veltech GmbH)

Dortmunder Startup zeigte Arbeitsministerin Nahles die Zukunft der Reisebuchung

Wie wäre es, wenn Ihr Euren Urlaub erleben könntet, bevor Ihr ihn bucht?

Wie die Reisebuchung der Zukunft aussehen wird, zeigte das Dortmunder Startup Experiencr Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles, die dem Team um die vier Gründer Dennis Kramer, Wieland Feuerstein, Richard Petrich und Korbinian Würl in der vergangenen Woche einen Besuch abstattete.

Gegründet Anfang 2015 hat sich Experiencr zu einem Online-Portal für Erlebnis-, Sport- und Abenteuerreisen entwickelt, bei dem zukünftig das Erlebnis quasi schon vor der Buchung anfängt. So können Kunden bei Experiencr demnächst nicht nur Reisen vergleichen, sondern dank VR-Technologie (Virtual Reality) schon virtuell erleben.

Mit Virtual Reality gibt's das Erlebnis schon vor der Reisebuchung. (Foto: tr4veltech GmbH)

Mit Virtual Reality gibt’s das Erlebnis schon vor der Reisebuchung. (Foto: tr4veltech GmbH)

Wie das in der Praxis aussieht, dazu konnten sich Andrea Nahles und die Bundestagsabgeordneten Sabine Poschmann und Marco Bülow sowie Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Dortmund, Thomas Westphal, in den Räumlichkeiten des inzwischen zehnköpfigen Teams ein Bild machen.

Diskussion mit Arbeitsministerin: Über Mindestlohn und zaudernde Investoren

In der anschließenden Diskussionsrunde zum Thema Startups stellte sich die Bundesministerin dann wiederum den Fragen und Vorschlägen der vier Gründer.

Nahles machte deutlich, dass gerade die Frühphase ein fragiles Konstrukt sei und besonderer Unterstützung bedarf. Junge Gründerinnen und Gründer müssten sich primär um ihr Geschäft kümmern können und sollten nicht gebremst werden durch den Verwaltungsapparat. Hindernisse und Hürden müssen durch Beratung und Coaching der Selbständigen aus dem Weg geräumt werden, so dass ihre Ideen zu Unternehmungen reifen können.

Auch das Thema Mindestlohn wurde angesprochen. Gerade für Jungunternehmer in der Frühphase stellt dies eine finanzielle Belastung dar, da auch Praktika, die über einen Zeitraum von drei Monaten hinausgehen, davon betroffen sind. Der Vorschlag der Experiencr-Gründer, hier über eine Ausnahmeregelung für Startups nachzudenken, wurde angeregt diskutiert. Als Indikator für solch einen Sonderfall könnte zum Beispiel der Innovationsgrad eines Unternehmens dienen.

Diskussion über das, was das Gründerteam bewegt. (Foto: tr4veltech GmbH)

Diskussion über das, was das Gründerteam bewegt. (Foto: tr4veltech GmbH)

Die zurückhaltende Investitionsbereitschaft Deutscher Investoren wurde ebenfalls thematisiert. Die Gründe, weshalb sich branchenübergreifend in den letzten 20 Jahren nicht ein einziges Deutsches Digitalunternehmen an die Weltspitze setzen konnte, sehen die jungen Gründer vor allem kulturell und mentalitätsbedingt.

Viele Investoren wollen hierzulande erst sehen, dass ein Produkt funktioniert bevor sie es finanziell unterstützen, was im Umkehrschluss bedeutet, dass sie im internationalen Rennen immer nur als Nachzügler hinterherlaufen.

Die konstruktive Runde wurde schließlich mit der Aussicht auf einen weiteren Dialog zum Thema Startup und vernetztes Arbeiten in Berlin geschlossen und lässt auf ein baldiges Wiedersehen aller Beteiligten hoffen.

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