ThePlant - Gebündeltes Wissen für Gründer - ruhrgründer Gründer und Startups

ThePlant – Gebündeltes Wissen für Gründer

The Plant

Alex Wiethaus (l.) und Christian Dasbach von ThePlant (Foto: Carmen Radeck)

Alex von ThePlant: „Gründen heißt, sich ständig selbst zu hinterfragen“

Von Carmen Radeck

Alex Wiethaus und Christian Dasbach sind Gründer aus Leidenschaft. Kennengelernt haben sich die beiden Essener deshalb natürlich auch auf einem Gründertreff. Arbeitete bis dahin hat jeder an eigenen Startup-Projekten, haben sie sich für ThePlant als Team zusammengetan. Seit kurzem ist ihre E-Learning Plattform online. Im Interview spreche ich mit Alex über sein Startup, seine Learnings als Gründer, Lieblingstools und wie er die Gründerszene im Ruhrgebiet erlebt.

Hallo Alex, Du und Christian habt gerade die Plattform ThePlant gegründet.Worum geht’s da genau und für wen ist das Angebot gedacht?

ThePlant ist eine Lernplattform für Gründer. Auf der Seite finden Gründer in Zukunft eine Auswahl an verschiedenen Onlinekursen, die sie in der jeweiligen Phase am meisten weiterbringen. Beispielsweise sollte ein Gründer etwas vom Marketing verstehen. Unsere Coaches bündeln das weit verstreute Wissen und machen daraus einen Onlinekurs, welcher dem Gründer Schritt für Schritt zeigt, wie er an eine Problemstellung herangehen soll.

Wie ist die Idee zu The Plant entstanden?

Als IdeaCamp Coaches haben wir erfahren, dass Gründern bei verschiedenen Themen einfache Hilfestellungen fehlen. Wir mussten uns bei unseren eigenen früheren Projekten auch sehr viel Wissen selbst aneignen, und das machen wir auch heute noch. Das Wissen ist aber meist nicht gebündelt, sondern schwirrt an verschiedenen Stellen im Netz herum.

Und wenn man alle Informationen im Netz gefunden hat, dann ist da immer noch das Problem der Aufbereitung. Dabei geht eine Menge Zeit drauf. Genau diese Zeit hat ein Gründer aber nicht, da er möglichst schnell Fahrt aufnehmen muss. Dieses Problem haben wir erkannt und wollten mit gezielten Onlinekursen Gründer unterstützen.

Wie habt Ihr Euch als Team zusammengefunden?

Wir haben uns beim ersten Up! Businessbrunch im Unperfekthaus kennengelernt. Vorher hatten wir uns schon per Facebook geschrieben. Wir beide sind IdeaCamp Alumni und haben dann sofort einen Draht zueinander gefunden. Dann haben wir zusammen beim IdeaCamp gecoacht und das IdeaCamp nach NRW geholt. Danach war uns klar, dass wir beide weiter zusammenarbeiten wollten und haben ThePlant gegründet.

Welche sind Eure Haupt-Strategien, Eure Plattform bekannt zu machen?

Wir haben verschiedene Ansätze, die wir verfolgen. Ein wichtiger Ansatz ist die PR-Arbeit. Wir bauen ständig unser Netzwerk aus und versuchen uns über Gastartikel und über Kontakte zu passenden Redakteuren einen Namen zu machen. Gleichzeitig bauen wir eine E-Mail-Liste auf, die es uns ermöglicht, relativ schnell neue Kurse zu bewerben. Das alles geht allerdings nur, weil wir immer den Wert für unsere Zielgruppe im Fokus haben. Wir machen also keine Werbung, sondern geben der Zielgruppe kostenlos Hilfestellungen.

Wie finanziert Ihr Euch während der Startphase?

In der derzeitigen Phase finanzieren wir uns durch Bootstrapping. Wir investieren nur das, was wir auch vorher einnehmen. Zusätzlich haben wir weitere Projekte, die uns Geld einbringen, und ich arbeite derzeit noch in einer Firma im Marketing.

Wo steht Ihr gerade mit Eurem Startup und welche Tasks stehen gerade schwerpunktmäßig auf Eurer to do-Liste?

Wir sind gerade kurz vor dem Launch unseres ersten kostenpflichtigen Kurses zum Thema E-Mail Marketing. Unsere Hauptaufgabe sind die Ansprache von Partnern, die Feinjustierung der Infrastruktur und der Aufbau einer E-Mail-Liste.

Was treibt Euch als Gründer an, und welchen persönlichen Background habt Ihr?

Ich komme aus dem Marketing. Ich habe Wirtschaftswissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum studiert und schon während meines Studiums Unternehmen bei ihrem Marketing beraten. Nach meinem Abschluss habe ich dann für ein kleines Unternehmen gearbeitet, in dem ich ein Onlineshop aufgebaut habe und den Einkauf aus Asien betreut habe. Ich habe mir meine Stellen immer nach der bestmöglichen Lernerfahrung ausgesucht. Das war mir immer wichtig, weil ich schon sehr früh wusste, dass ich irgendwann gründen wollte. Also war das für mich eher ein Prozess als eine schnelle Entscheidung. Mich treibt der Gedanke an, mit meiner Zeit und mit meinem Wissen etwas Cooles zu erschaffen, was für andere Menschen einen Wert hat.

Christian hat ebenfalls Wirtschaftswissenschaften studiert. Er hat in den letzten Jahren viel Erfahrung durch seine E-Commerce Projekte sammeln können. Dabei hat er aktionsweise u.a. Textilien und Schmuck verkauft und immer wieder eine neue Infrastruktur dafür geschaffen. Seine wahre Leidenschaft gilt wohl aber den Workshops und der Arbeit mit den Menschen. Bei ThePlant treibt ihn an, dass wir etwas schaffen, mit dem wir vielen Menschen den Weg aus dem Hamsterrad erleichtern können.

Was sind Deine wichtigsten Learnings als Gründer bisher? Hast Du Tipps für andere Gründer?

Ich habe 3 Learnings, die ich so auch an andere Gründer weitergeben kann. 1. Gründen heißt auch, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Ständig zu reflektieren und sich zu hinterfragen. Wer darauf keine Lust hat, wird es schwer haben. 2. Am Anfang des Weges weiß man nichts. Wissen ist aber entscheidend. Also sollte man als Gründer immer an die eigene Lernkurve denken. Nur durch ständiges Lernen wird man besser und kann einen Mehrwert für andere schaffen. 3. Eine Teamgründung ist wie eine Partnerschaft. Und an der sollte man ständig arbeiten.

Habt Ihr Lieblingstools, die Ihr in Eurem Arbeitsalltag regelmäßig nutzt?

Wir benutzen für ThePlant Mailchimp, WordPress und Google Drive. Mailchimp, weil es das beste Newslettertool ist und es so verdammt einfach ist, WordPress weil wir unsere Kosten gering halten wollen, aber auf eine ordentliche Infrastruktur nicht verzichten wollen und Google Drive, weil wir im Team gründen und Drive einen bei der Arbeit als Team einfach optimal unterstützt.

Wie schätzt Ihr die Situation für Gründer hier im Ruhrgebiet ein? Ist der Pott ein guter Ort für Gründer?

Ich denke, dass der Pott ein guter Ort für Gründer ist. Die Infrastruktur ist perfekt. Alle Städte sind nah beieinander und leicht zu erreichen. Und es gibt nicht so einen riesigen Hype wie in Berlin, wo man ständig das Gefühl hat, dass man etwas verpasst. Leider gibt es da aber ein ganz entscheidendes Problem. Jede Stadt kocht ihre eigene Suppe. Das habe ich neulich wieder gemerkt, als ich auf einer Veranstaltung von den Wirtschaftsjunioren in Dortmund war. Da wird nicht der Pott gelebt, sondern Dortmund.

Das gleiche passiert in Essen und in Bochum und so weiter. Wenn dieses Denken weiter in den Köpfen bleibt, wird der Pott nie zur Gründermetropole. Ein andere Aspekt, der mir immer wieder Probleme bereitet, ist die Einstellung zum Gründen. Im Ruhrgebiet ist man der Meinung, dass man doch bitte malochen soll. Dieses Denken hat viele Menschen hier geprägt und genau das müssen wir aufbrechen.


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